TV-Programmvorschau Schafft "Hitler" es nach England?
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Und morgen...
Produzent Nico Hofmann (r.), Eroberer
Foto: dapd
Die aufwendige Serie wird in englischer Sprache für den internationalen Markt gedreht, soll also nicht nur Deutschland, sondern morgen die ganze Welt erobern. Sie folgt damit dem globalen Refinanzierungsansatz ihres Protagonisten.
Nicht nur braun
Laut Hofmann waren die Zeiten damals nicht ausschließlich schwarz-weiß bzw. braun
Foto: Jan Woitas/ dpa
"Hitler" kommt wahrscheinlich zuerst nach Polen. Derzeit laufen Geheimverhandlungen, wonach die Russen zeitgleich von der anderen Flanke her mit einem bildgewaltigen Stalin-Opus angreifen: "Binnen fünf Wochen haben wir das Land gemeinsam im Griff."
Moskau?
Ob Hitler tatsächlich nicht bis Moskau gekommen ist, wird von Historikern noch immer diskutiert
Foto: A2800 epa Chirikov/ dpa
"Hitler" erscheint selbstverständlich auch in Russland, allerdings zwei Jahre später und nur bis kurz vor Moskau.
Abgedreht
Die Griechenlandfolge ist laut Hofmann "schon im Kasten"
Foto: LOUISA GOULIAMAKI/ AFP
Mit Rücksicht auf Rezeptionsgewohnheiten in Griechenland wird die Kanzler-Produktion dort unter dem Titel "Merkel - Nacht über dem Balkan" vermarktet.
Werbe-Ikone
In der indischen Textilbranche ist die Marke schon etabliert
Foto: SAM PANTHAKY/ AFP
Speziell auf dem asiatischen Markt dürfte die Serie auf harte Konkurrenz stoßen. Die ehrgeizige Zielmarke für "Hitler": mehr Zuschauer als "Dschinghis Khan", "Mao" und "Pol Pot" zusammen.
Konkurrent gibt auf
"Hitlers Auto" wurde laut Hofmann von Knopp übersehen
Foto: A9999 DB Michael Fröhlich/ dpa
Das Projekt lag beim Produzenten lange in der Schublade und konnte aus juristischen Gründen nicht realisiert werden. Nico Hofmann war deshalb so verzweifelt, dass er zuletzt allen Ernstes äußerte, notfalls ein TV-Drama über die ebenfalls ziemlich anstrengende Bettina Wulff drehen lassen zu wollen. Mit diesen fiebrigen Fantasien ist es jetzt vorbei. Denn nun ist es heraus: Guido Knopp geht in Rente. Die Verwertungsrechte für Adolf Hitler sind endlich wieder frei.
Besetzung
Über den Stand des Castings will Hofmann noch nichts sagen
Foto: dapd
Darf das erzählstoffarme Deutschland seine wichtigste Sujet-Ressource derart strapazieren? Ethiker mahnen zur Nachhaltigkeit. Das hiesige Hitlervorkommen sei begrenzt. Die Filmemacher kontern: Durch Veredlung des Ausgangsmaterials seien erstaunliche Aufwertungseffekte zu erzielen. Und außerdem: Wenn man nicht mal mit "Hitler" Raubbau betreiben dürfe, mit wem denn sonst?