Wahlrecht verfassungswidrig - DER SPIEGEL
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Wahlrecht verfassungswidrig: Das sagen die Parteien

Das Bundesverfassungsgericht hat das geltende Wahlrecht für verfassungswidrig erklärt, weil es Kleinparteien durch Überhangmandate benachteilige.
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Sigmar Gabriel (SPD)

Sigmar Gabriel (SPD)

Foto: dapd

SPD-Chef Gabriel hat das Urteil begrüßt: "Kleinvieh macht auch Mist. Eine lebendige Demokratie braucht Splitterparteien, gerade auch sozialdemokratische."

FDP-Chef Rösler dagegen kann sich mit dem Urteil nicht anfreunden: "Ich finde es falsch, die kleinen, unbedeutenden, überflüssigen Parteien auf unsere Kosten zu bevorteilen."

CDU / Piraten

Peter Altmaier (CDU)

Peter Altmaier (CDU)

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa

Die CDU, die bisher am deutlichsten von der alten Regelung profitiert hat, gelobte indes Besserung: "Peter Altmaier macht gerade eine Melonen-Diät, wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende der Sommerpause ein viertel Überhangmandat weniger haben."

Eine Sprecherin der Piraten wollte sich auf Nachfrage nicht äußern: "Wir müssen erst einmal googeln, was ein Überhangmandant eigentlich ist."

Die Grünen / Die Linke

Gregor Gysi (Die Linke)

Gregor Gysi (Die Linke)

Foto: Uli Deck/ dpa

Staranwalt und Linkspartei-Doyen Gregor Gysi half gern: "Ick denk nicht dran."

Bei den Grünen äußerte man Zweifel, ob sich bis zur nächsten Bundestagswahl eine Neuregelung durchsetzen lasse: "Diese schädlichen, nutzlosen Mandate müssen ja irgendwo hin, und wir können die Claudia nicht einfach in die Asse schicken. Sie mag doch kein Salz!"