Finanzen Was ist bloß mit unserem Staatsschatz los?
Bundesbankpräsident Weidmann, Fürbitte
Foto: dapdBisher wurden nämlich weder Gewicht noch Echtheit der Bestände gründlich überprüft. Gegenwärtig ist also unklar, was da tatsächlich als "Vertrauensanker für das Papiergeld" und "Versicherung für Inflationszeiten" in New Yorker Notenbankkellern lagert. Dieses Unwissen sorgt für Unruhe auf den Finanzmärkten und führt zu allerlei Spekulationen.
Goldbarren? Fast...
Goldbären (unsortiert)
Foto: dapd
So kursiert das Gerücht, die Amerikaner würden die deutschen Reserven - angeblich wegen "a little misunderstanding of German language" - "nicht unmittelbar in Form von Goldbarren" aufbewahren und das auch nur in kleinen Tüten statt auf Paletten gestapelt. Die US-Banker wiegeln ab: "Vom Gewicht her ist sind die Bestände okay, und einigermaßen echt wirkt das Zeug auch."
Besser
Ausländische Fachkraft
Foto: Peter Kneffel/ dpaFür den Fall, dass doch noch Barren für Deutschland vorhanden sind, will die Bundesbank entsprechend ausgebildetes Fachpersonal hinzuziehen.
Minister optimistisch
Beweisfoto (Quelle: Bundesfinanzministerium)
Foto: DPAFinanzminister Schäuble mahnt zur Zurückhaltung: Die "ahnlosungslose Schwadroniererei über den Zustand der deutschen Goldreserven" gefährde die Stabilität des Euro und habe überdies ohnehin keine faktische Grundlage. Ihm liege glaubwürdiges Bildmaterial vor, wonach das deutsche Staatsvermögen in den USA "ordentlich und sicher gelagert" sei - und damit "ein goldiger Garant des Wohlstands für diese und kommende deutsche Generationen".