DEUTSCHE BAHN "WC" statt "McClean"?
Marketingexperten der Deutschen Bahn(DB) sollen den Sprachwirrwarr auf ihren Bahnhöfen und inden Zügen beseitigen. Eine umfangreiche Bestandsaufnahmeläuft derzeit und kam bereits zu ersten, überraschendenErgebnissen: So heißt das Bahnhofsklo an manchen Stationen"Reisefrische", an anderen "McClean", andernorts ist von"WC-Center" oder schlicht "Toiletten" die Rede. Auch derName des so genannten Servicepoint steht zur Diskussion viele Kunden verstehen nicht, dass die Mitarbeiter amzentralen Informationsschalter nur Auskünfte geben, aberkeine Tickets verkaufen. Außerdem wollen die Experten derBahn das System der Zugnamen überarbeiten: Statt jedeZugverbindung ("IC Wilhelm Furtwängler", "ICE PaulaModersohn-Becker") einzeln zu benennen, ist eine einfacheDurchnummerierung im Gespräch. DB-Manager beklagen nämlich,dass jeder neue Zugname ein Politikum bedeute. Im Rahmender Markenanalyse, zu der auch Kundeninterviews undUmfragen gehören, wird sogar der Firmenname erneutdiskutiert: Konzernchef Hartmut Mehdorn, heißt es imUnternehmen, habe zu Beginn nur von "Bahn" reden und(analog zum "T" der Telekom) ein großes "B" an die Stelledes bisherigen "DB"-Logos setzen wollen. Sein damaligerAufsichtsratschef Dieter Vogel beharrte jedoch auf"Deutsche Bahn" als Firmennamen. Als Kompromiss vermarktetMehdorn sein Unternehmen seither als "Die Bahn". Jetztscheint auch in dieser Frage wieder allesoffen.