Handel: Aldi muss den Schleier lüften - DER SPIEGEL
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Handel Aldi muss den Schleier lüften

Stück für Stück muss Aldi seine bislang geheim gehaltenen Geschäftszahlen offen legen. Sie zeigen: Sogar der hochrentable Handelskonzern ist nicht überall erfolgreich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Grund für die Veröffentlichungen sind die im vergangenen Jahr verschärften Publizitätspflichten. Sie zwingen nun auch die Firmengründer Karl und Theo Albrecht, die ihr Discountimperium in rund 60 rechtlich selbständige Regionalgesellschaften aufgesplittet haben, Einblick in die Bücher zu gewähren.

Die ersten publizierten Bilanzen einzelner Regionalgesellschaften für das Jahr 2000 belegen: Mit einer Umsatzrendite von gut zwei Prozent verdient Aldi deutlich besser als die Konkurrenz, deren Marge im Schnitt zwischen 0,5 und 0,8 Prozent pendelt. Spitzenreiter unter den 16 Regionalgesellschaften, die bisher ihre Ergebnisse veröffentlichten, sind die Niederlassungen im westfälischen Schloß Holte sowie in Weyhe bei Bremen. Stolze drei Prozent Gewinn weisen dort die Bücher aus.

Allerdings gibt es auch bei Aldi Sorgenkinder. Im Raum Leipzig schreiben die Aldi-Manager sogar rote Zahlen. Besonders düster sieht es im brandenburgischen Mittenwalde aus. Neben einem Verlust von 1,8 Millionen Mark registriert die Bilanz einen Umsatzrückgang von 5,8 Prozent, obwohl die Zahl der Filialen von 39 auf 49 erhöht wurde.