BANKGESELLSCHAFT: Verschmähtes Schnäppchen - DER SPIEGEL
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BANKGESELLSCHAFT Verschmähtes Schnäppchen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nach der Übernahme der Risiken der Bankgesellschaft Berlin durch das Land Berlin ist die Aktie des Instituts ausgesprochen billig. Immerhin sind mit dem Parlamentsbeschluss vor zwei Wochen drohende Verluste von bis zu 21 Milliarden Euro aus den Büchern des maroden Instituts verschwunden. Doch die Aktie der Bankgesellschaft hat auf die positive Nachricht nicht reagiert. Dabei sucht der Senat der Hauptstadt als Mehrheitsaktionärin einen Käufer für die Bank ­ der den verbleibenden freien Aktionären ein Übernahmeangebot machen müsste. Der Preis für die Offerte muss dabei derzeit oberhalb von 2,18 Euro, also des Drei-Monats-Durchschnitts, liegen. Die Aktie notiert aber lediglich bei 1,85 Euro ­ was einer Marktkapitalisierung von 1,9 Milliarden Euro entspricht. Die Aktie ist damit für etwa ein Drittel ihres Buchwerts zu haben. Institutionelle Anleger rühren den Wert dennoch nicht an ­ sie sind noch immer viel zu enttäuscht vom Versagen des Managements in den vergangenen Jahren. Die Aktie bleibt deshalb, trotz ihres Potenzials, ein Zocker-Papier.