COMPUTER Ratgeber für Nachwuchs-Hacker
Wie spähe ich fremde Rechner aus? Wie bringe ich sie mit
einfachen Tricks zum Absturz? Was muss ich beim Schreiben
von Viren beachten? Derlei Fragen beantwortet das Buch
"Hacken für Dummies". "Zu Beginn eine ernste Mahnung",
schreibt der Autor Oliver-Christopher Rochford: "Viele der
beschriebenen Vorgehensweisen können dazu führen, dass
Computersysteme unbrauchbar gemacht werden." Dann geht es
zur Sache. Der "Blue Screen of Death" zum Beispiel, ein
"sehr beliebter und relativ harmloser, aber ziemlich
ärgerlicher Streich", so der Autor, erfordere nur eine
Zeile, versteckt im Code einer Webpage: "Plötzlich wird Ihr
PC-Bildschirm blau, und es kommt eine Meldung, 'das System
ist ausgelastet', was zu einem Absturz führt." Mit
einfachen Worten wird erklärt, wie das Programm "Netbus"
("ein Trojaner für jedermann") es ermöglicht, per Internet
einen infizierten Rechner fernzusteuern ("Wenn Sie
vorsichtig sind und nichts tun, was das Opfer bemerkt, wird
es wahrscheinlich nie mitbekommen, dass sein Computer
infiziert ist"). Das Programm liegt praktischerweise gleich
auf einer CD bei. Nichts von all dem ist wirklich neu, und
oft werden entscheidende Details nicht verraten. Doch für
Normalnutzer, denen die Standardmethoden des groben
Computerunfugs nicht geläufig sind, dürfte Rochfords Fibel
für Digitalvandalen so gruselig zu lesen sein wie ein Roman
von Stephen King. Die Moral von der Geschicht: "Eigene
Schwachstellen bekämpft man am besten, indem man die
Angriffstaktiken der bösen Jungs
kennt."