MEDIZIN: Haustiere fördern die Kindergesundheit - DER SPIEGEL
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MEDIZIN Haustiere fördern die Kindergesundheit

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, haben ein stabileres Immunsystem als Altersgenossen, die auf ein Streicheltier verzichten müssen. Zudem fehlen sie seltener in der Schule. Zu diesem Ergebnis sind Forscher von der University of Warwick gekommen, die Speichelproben von 138 Schülern untersuchten und gleichzeitig die Abwesenheitslisten in der Schule durchforsteten. Das Ergebnis fiel eindeutig für die Haustiere, in der Regel Hunde, aus: Fünf- bis achtjährige Schüler etwa, die einen vierbeinigen Freund besaßen, kamen pro Jahr auf bis zu 18 Schultage mehr als ihre Mitschüler ohne Kuscheltier. Auch die Speicheltests bewiesen, dass die Zahl der Abwehrzellen im Blut seltener von den Idealwerten abwich. Vorsicht ist nach Ansicht der Forscher lediglich vor Krankheitserregern geboten, die von Haustieren auf den Menschen übertragen werden können. Von Hunden ausgeschiedene Spulwurmeier beispielsweise, die, oral aufgenommen, in die Verdauungsorgane wandern, können bei den Kindern Beschwerden auslösen, die von Bauchschmerzen bis hin zu Lungenschädigungen reichen. Alles in allem aber, resümieren die Experten, "scheint der Nutzen von Haustieren bei Kindern jedes mögliche Risiko bei weitem zu übersteigen".