Fahndungspanne: Kinderpornographie-Razzia bei Sat.1-Moderator Ulrich Meyer - DER SPIEGEL
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Fahndungspanne Kinderpornographie-Razzia bei Sat.1-Moderator Ulrich Meyer

Beamte des Berliner Kriminalamts haben Privatwohnung und Produktionsfirma des Sat.1-Journalisten Ulrich Meyer durchsucht. Er war 1999 durch kinderpornographischen Seiten im Internet gesurft. Doch nach seinen Angaben hatte Meyer mit Kenntnis der Polizei auf den strafbaren Seiten recherchiert.
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Berlin - Überraschenden Besuch erhielt der Sat.1-Moderator Ulrich Meyer am vergangenen Mittwoch im Morgengrauen: Zehn bewaffnete Beamte des Landeskriminalamts Berlin forderten Einlass in die Berliner Privatwohnung des Journalisten, der seit 1995 das Magazin "Akte“ produziert wie auch moderiert, und beschlagnahmten seinen Computer. Zudem durchsuchten die Beamten während der rund vierstündigen Aktion auch Meyers persönliches Büro in seiner Produktionsfirma Meta Productions nach besonders brisantem Material - Kinderpornografie.

Offenbar geriet der Sat.1-Mann durch eigene journalistische Recherchen in den Blickpunkt der Fahnder: Für einen Beitrag über Kinderpornos im Internet waren Meyer und seine Kollegen bereits 1999 durch einschlägige Web-Angebote gesurft und hatten dabei, um an die teilweise kostenpflichtigen strafbaren Inhalte zu kommen, verschiedentlich eine Firmen-Kreditkartennummer mit Meyers Namen angegeben.

Für die deutschen Sicherheitsbehörden könnte die Durchsuchung bei dem Journalisten peinlich werden: Meyer will das Landeskriminalamt Berlin damals nicht nur über seine Rechercheergebnisse informiert haben – die Fahnder seien sogar in seine Firma gekommen und unter der Meta-Productions-Kreditkartennummer selbst online gegangen, so der Sat.1-Mann: "Da hat sich das LKA möglicherweise auf die Spur der eigenen Kollegen gesetzt.“