Fahnder: Terrorist Atta traf sich nicht mit irakischen Agenten in Prag - DER SPIEGEL
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Fahnder Terrorist Atta traf sich nicht mit irakischen Agenten in Prag

Das bis heute immer wieder als Beleg für die Verstrickung des Bagdader Regimes in den Terrorismus bemühte Treffen zwischen dem Attentäter vom 11. September, Mohammed Atta, und einem irakischen Agenten in Prag hat es nach Überzeugung deutscher und amerikanischer Fahnder nie gegeben.
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Hamburg - Nach monatelangen Recherchen halten es die Ermittler inzwischen für ausgeschlossen, dass es – wie von der tschechischen Regierung behauptet – im April 2001 zu einem Meeting zwischen dem Todesflieger und einem später ausgewiesenen irakischen Geheimdienstler namens Samir al-Ani kam.

Aus sichergestellten Kopien des Passes von Atta ergibt sich, dass dieser nur einmal nach Prag reiste: Am 26. Mai 2000 hatte sich der in Hamburg lebende Ägypter in der tschechischen Botschaft in Bonn ein Visum ausstellen lassen und traf am 2. Juni in Tschechien ein, um das Land aber – wie der Ausreisestempel belegt – bereits einen Tag später mit der Maschine CA 52 der tschechischen Fluglinie CSA Richtung Newark, USA, wieder zu verlassen.

Die Umsteigeverbindung über Prag gilt als kostengünstige Alternative: Nur um billig zu fliegen, vermuten deutsche Sicherheitsexperten, reiste der Terrorist über Prag.

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