Drohende Insolvenz: "Süddeutsche Zeitung" mit massiven Verlusten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Drohende Insolvenz "Süddeutsche Zeitung" mit massiven Verlusten

Die deutsche Medienlandschaft wird von einem neuen Beben erschüttert: Die "Südddeutsche Zeitung" ist so tief in die roten Zahlen geraten, dass intern schon von einer drohenden Insolvenz gesprochen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die Finanzprobleme beim Süddeutschen Verlag (SV) sind weitaus dramatischer als bislang bekannt. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, hat sich das Flaggschiff "Süddeutsche Zeitung" inzwischen zum größten Verlustbringer des Verlags entwickelt.

Das Blatt machte allein im Monat August sieben Millionen Euro Miese. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Verlust bis Ende des Jahres auf etwa 30 Millionen Euro anschwillt. Die Umsatzentwicklung liegt nach internen Berechnungen schon jetzt mindestens 100 Millionen Euro unter Plan.

Insbesondere bei den wichtigen Stellenanzeigen gab es einen massiven Einbruch. Wenn nicht schnell etwas passiere, sagte Geschäftsführer Dirk Refäuter am vergangenen Dienstag bei einer Gesellschafter-Versammlung, könne bis Ende des Jahres gar die Zahlungsunfähigkeit drohen.

Nach SPIEGEL-Informationen haben einzelne Mitglieder aus dem SV-Gesellschafterkreis bereits Investmentbanker und Anwälte vorgeschickt, die unter anderem mit der WAZ-Gruppe Verkaufs- und Beteiligungsmodelle ausloten.