Wildtiere: Niedergang der Elefanten - DER SPIEGEL
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Wildtiere Niedergang der Elefanten

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Der weltweite Bestand an Elefanten hat einen "historischen Tiefstand" erreicht, meldet die Tierschutzorganisation Pro Wildlife. "Die Bestände ganzer Regionen stehen vor der Ausrottung", sagt Pro-Wildlife-Expertin Daniela Freyer.

Durchstreiften zu Beginn des vorigen Jahrhunderts noch mehrere Millionen Dickhäuter den Schwarzen Kontinent, sind es heute gerade noch 290.000 bis 500.000 Tiere. Sie weichen der Zerstörung ihres Lebensraums oder drohen, wie die etwa 60.000 Wüsten- und Waldelefanten Afrikas, als "Buschfleisch" im Kochtopf zu landen.

Die größte Gefahr geht für Afrikanische wie Asiatische Elefanten aber nach wie vor von der Elfenbeinwilderei aus. In Kambodscha, Laos und Vietnam etwa sind nur noch rund 1500 Tiere übrig. Weil bei den Asiatischen Elefanten nur die Bullen Stoßzähne tragen, sind die Weibchen dramatisch in der Überzahl.

Bei der nächsten Weltartenschutz-Konferenz wollen Namibia, Botswana, Simbabwe, Südafrika und Sambia die Lockerung des Verbots für den Handel mit Elfenbein beantragen. Allein diese Aussicht gibt Wilderern und Schmugglern Auftrieb. Denn legales und illegales Elfenbein lässt sich nicht voneinander unterscheiden.

Die geschmuggelten Stoßzähne werden vor allem in China und Vietnam zu Schnitzereien verarbeitet und nach Thailand verschoben. Dort gehören deutsche Touristen zu den Hauptabnehmern.