Angeklagten-Überwachung Ha, erwischt!
Die Satelliten des Global Positioning System (GPS) helfen Autofahrern, den Weg zu finden, sie teilen Seglern mit, wo sie gerade sind, und nun soll GPS dazu beitragen, die USA ein wenig sicherer zu machen. Im Seminole County (Florida) wurde zehn Angeklagten erlaubt, bis zu ihrem Prozess in Freiheit zu bleiben, wenn sie einverstanden sind, während dieser Zeit einen GPS-Empfänger zu tragen. Der GPS-Empfänger speichert die Orte, an denen sich der Träger befindet. Einmal pro Tag werden die Koordinaten in einen Zentralrechner geladen, der sie mit den Orten vergleicht, an denen in den vergangenen 24 Stunden Verbrechen begangen wurden. Stimmen Angaben aus den beiden Datensätzen überein, wird gegen den Träger des Empfängers ermittelt.
Ist der Modellversuch in Florida erfolgreich, dann soll das System dabei helfen, die hohe Rückfallquote von Kriminellen in den USA zu verringern. Nach Angaben des Justizministeriums werden zwei von drei Ex-Häftlingen innerhalb von drei Jahren wieder straffällig. Kommt der GPS-Empfänger zu flächendeckendem Einsatz, soll das Tragen des Geräts Teil der Bewährungsauflagen werden.