Umwelt Planet voller Wildnis
Fast die Hälfte der weltweiten Landmasse ist von natürlicher Wildnis bedeckt: Mit dieser überraschenden Botschaft warten mehr als 200 internationale Experten auf, die ihre Forschungsergebnisse jetzt in einem Buch zusammengefasst haben ("Wilderness: Earth's Last Wild Places"; University of Chicago Press).
Als "Wildnis" betrachten die Wissenschaftler dabei jene Regionen von jeweils mindestens 10.000 Quadratkilometer Größe, in denen die ursprüngliche Vegetation noch weitgehend erhalten ist und in denen weniger als fünf Menschen pro Quadratkilometer leben.
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Insgesamt 37 Gebiete erfüllen diese Bedingungen, darunter die südafrikanischen Miombo- und Mopanewälder, in denen die größte Population Afrikanischer Elefanten beheimatet ist, die Wüsten Mexikos und der USA sowie die Regenwälder Amazoniens.
"Es ist eine gute Botschaft, dass wir noch immer diese riesigen Flächen mit weitgehend intakter Natur und spärlicher Besiedlung haben", freut sich Russell Mittermeier, Präsident der Umweltschutzorganisation Conservation International.
Doch auch Sorge um den Fortbestand der natürlichen Rückzugsgebiete treibt den Umweltschützer um: Nur sieben Prozent der Wildnis wird derzeit durch spezielle Bestimmungen geschützt; in den restlichen Gebieten breiten sich Siedler, Landwirtschaft und Ressourcenjäger unaufhaltsam aus.