AIDS: Goldmine als Friedhof - DER SPIEGEL
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AIDS Goldmine als Friedhof

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wegen der rasch wachsenden Zahl von Aids-Toten planen Offizielle in der südafrikanischen Zweieinhalb-Millionen-Stadt Johannesburg ungewöhnliche Bestattungsformen. Berichten von Zeitungen zufolge könnten Verstorbene in Zukunft senkrecht beigesetzt oder in Massengräbern und einstigen Goldminen zur letzten Ruhe gebettet werden. Auch über die Pulverisierung der Leichname wird diskutiert: "Die Körper würden zu diesem Zweck in flüssigen Stickstoff getaucht und anschließend mit Hilfe von Ultraschallgeräten in Staub verwandelt", erklärt Alan Buff, Friedhofsbeauftragter der Stadt. Mit der Einäscherung der jährlich rund 20 000 Leichen ließen sich die Platzprobleme auf den Friedhöfen einfacher lösen. Doch nur sechs Prozent der Verstorbenen werden derzeit in Krematorien verbrannt ­ Feuerbestattungen sind verpönt. Sorge bereiten den Gesundheitswächtern vor allem "wilde" Friedhöfe in den Armensiedlungen. Die Leichname liegen dort meist nur unter einer dünnen Erdschicht begraben, die der Regen wegwaschen kann.