Denkmalpflege Gesichtsmaske für das Taj Mahal
Der prächtige Bau des Taj Mahal erhält eine Schönheitskur: Ruß und Schwefelverbindungen aus koksgefeuerten Fabriken und einer Raffinerie in der Nähe des Mausoleums haben die weiße Marmorfassade mit einem gelbschwarzen Schmierfilm überzogen.
Nun wollen indische Archäologen das Denkmal, das Mogul-Herrscher Shah Jahan einst seiner Frau Mumtaz setzte, wieder strahlen lassen nach einem uralten Vorbild: In einer Schrift aus dem 16. Jahrhundert fanden die Forscher eine Rezeptur für eine Mischung aus Ton, Kalk, Getreide und Milch, mit der Frauen damals ihre Haut reinigten. Nun verpassen sie auch dem Taj Mahal eine solche "Gesichtsmaske".
Die Mixtur, gut fingerdick aufgetragen, saugt die Schadstoffe auf und kann nach 24 Stunden Einwirkzeit wieder abgewaschen werden. Andere Denkmalpfleger sind beeindruckt und ziehen nach: Sie wollen geschwärzten Marmorstatuen in Rom und Florenz mit einer ähnlichen Prozedur zu Leibe rücken.