Medizin Signale aus Supermans Hirn
Amerikanische Neurologen haben das Gehirn des querschnittsgelähmten Schauspielers Christopher Reeve, 50, durchleuchtet und staunen, wie gut es seine alten Fähigkeiten erhalten hat: Magnetresonanz-Bilder zeigen, dass die für Bewegung und Tastgefühl zuständigen Hirnregionen gesund sind.
Auf Grund von Tierstudien waren Forscher bisher davon ausgegangen, dass sich das Gehirn nach Lähmungen weitgehend neu ordnet. Nicht so bei Reeve: "Wir sehen einige Zeichen für Reorganisation", sagt Maurizio Corbetta von der Washington University in St. Louis, "aber wir sehen auch starke Zeichen von Stabilität."
Zwar steuern jene Areale, die normalerweise die Hände kontrollieren, bei Reeve inzwischen Gesichtsmuskeln. Doch die mit den Füßen verbundenen Hirnteile blieben normal. Der Superman-Darsteller Reeve ist vor sieben Jahren vom Pferd gefallen und seither vom Hals abwärts gelähmt.