Religion Buddhas Baum erkrankt
Der heilige Bodhibaum, in dessen Schatten der Legende nach Buddha vor rund 2500 Jahren meditiert und seine Erleuchtung gefunden haben soll, leidet unter den allzu reichlichen Opfergaben: Milch und Zucker, die dem Abkömmling des Ur-Bodhis im ostindischen Bundesstaat Bihar von den Gläubigen massenhaft gespendet werden, schädigen Wurzelwerk und Rinde.
Die süßlichen Opfer, so klagen Botaniker, ziehen parasitäre Insekten an und begünstigen die Ansiedlung von Pilzen. Bedrohlich wurde das Übermaß der Gaben nun nach einer Großveranstaltung, zu der sich der Dalai Lama und Tausende seiner Schüler eingefunden hatten.
Der von Pilgern im symbolischen Gebet umrundete Bodhi, ein Baum der Art "Ficus religiosa", zählt mit der dazu gehörigen Tempelanlage zum Weltkulturerbe der Vereinten Nationen.