Archäologie Weltwunder in Gefahr
Altertumsforscher befürchten, dass bei einem Krieg gegen den Irak wertvolle kulturhistorische Stätten zerstört werden. Im Kulturland zwischen Euphrat und Tigris sind mehr als 10.000 historische Fundorte identifiziert; weitere 500.000 liegen vermutlich unerkannt im Erdreich oder unter Hügeln.
Unersetzliche Denkmäler wie die zu den Weltwundern der Antike zählenden "Hängenden Gärten von Babylon", warnt McGuire Gibson, Experte für mesopotamische Archäologie an der University of Chicago, "müssten gar nicht direkt von Bomben getroffen werden schon die Erschütterungen durch eine Explosion in ihrer Nähe könnten großen Schaden anrichten".
Bereits im ersten Golfkrieg 1991 gerieten historische Kleinodien unter Beschuss: Der 4000 Jahre alte Tempel von Ur ist von über 400 Geschosseinschlägen zernarbt.