Krankenkassen mit Milliardenschulden Beitragsschub bis 15 Prozent befürchtet
Spitzenbeamte von Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnen deshalb damit, dass der durchschnittliche Kassenbeitrag von derzeit 14,3 Prozent des Bruttolohns auch in diesem Jahr wieder deutlich steigen wird - nach vorläufiger Prognose auf etwa 14,8 Prozent. Bei anhaltender Konjunkturflaute seien sogar 15 Prozent möglich.
Zudem warnten die Experten ihre Ministerin, die am Donnerstag vor dem Untersuchungsausschuss wegen angeblicher Wahlkampflügen aussagen muss, davor, "überzogene Erwartungen" zu wecken. Zwar könne die geplante Gesundheitsreform die gesetzliche Krankenversicherung um bis zu zehn Milliarden Euro entlasten. Es werde jedoch nicht gelingen, den Durchschnittsbeitrag mittelfristig auf unter 13 Prozent zu senken, wie von der Ministerin öffentlich angekündigt. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste Schmidt die Krankenkassen um mindestens 25 Milliarden Euro entlasten. Das, so errechneten ihre Beamten, sei jedoch unrealistisch.