Werften U-Boote für Amerika?
Eine entsprechende Voranfrage liegt der Bundesregierung vor. Sie soll aber erst nach Ende des Irak-Kriegs beantwortet werden. Eine Ablehnung des Militärprojekts gilt aber als sicher. Der Grund: Formal geht es zwar um Zusammenarbeit beim Bau von Schiffskörpern und Antrieb für herkömmliche U-Boote zum Schutz der US-Küsten. Aber Berlin argwöhnt, die angeschlagene HDW wolle auf dem Umweg über die Kooperation mit dem US-Konzern Northrop Grumman doch noch das bislang aus Rücksicht auf China verweigerte U-Boot-Geschäft mit Taiwan abwickeln. Die Amerikaner könnten die U-Boote weiterleiten. Sperrt sich die Regierung erneut, droht Ärger an anderen Fronten. Washington wäre nach dem Streit um den Irak-Krieg erneut brüskiert, weil Deutschland aus amerikanischer Sicht ausgerechnet Hilfe zur US-Heimatverteidigung verweigert. An der heimischen Küste brächte die rot-grüne Regierung Gewerkschaften und Werftarbeiter gegen sich auf. HDW hatte mangels ziviler Aufträge erst kürzlich die Entlassung von 750 der rund 3400 Arbeitnehmer angekündigt.