Affären Fahnder prüfen Scharpings Aktiengesellschaft
Pikant: Im Emissionsprospekt der Firma aus Oberursel, die vorwiegend Kryptografierprogramme herstellt, sind die Bundeswehr und die Nato als wichtige Kunden genannt. Scharping hatte die Aktien zwei Tage später, nahe ihrem Allzeithoch, wieder verkauft und den so erzielten Gewinn von mehr als 200 Prozent zunächst nicht versteuert.
Auffällig ist, dass der SPD-Politiker bei seiner nachträglichen Selbstanzeige weder den Namen der Aktie noch das Kauf- oder Verkaufsdatum genannt hatte. Sollte Scharping bei der Zuteilung der Papiere bevorzugt worden sein, wäre das nach Ansicht von Juristen aller Voraussicht nach Vorteilsnahme. Oder hat Scharping einfach nur Glück bei der Verlosung der vielfach überzeichneten Aktien gehabt? Solche Zufälle soll es ja geben.
Eine Stellungnahme von Scharpings Anwalt war am Freitag nicht zu erhalten.