KONGO Kampf um Bodenschätze
Die Kriegsgefahr zwischen den beiden zentralafrikanischen
Ländern Uganda und Ruanda nimmt zu. Zusammenstöße zwischen
der ugandischen Armee und Verbündeten des Nachbarlandes
Ruanda in der Demokratischen Republik Kongo häufen sich.
Beide Staaten hatten in den letzten Jahren Truppen in den
an Bodenschätzen reichen Osten des Kongo entsandt. Nun
drohe "ein direkter Zusammenstoß zwischen beiden Armeen",
ist etwa Charles Snyder, Beauftragter für Afrika-Fragen im
amerikanischen Außenministerium, überzeugt. Es gebe
Berichte, warnte er jüngst vor einem Ausschuss des
US-Repräsentantenhauses, dass ruandische Truppen in den
Nordosten des Landes vorstießen. Der dort gelegene Bezirk
Ituri, reich an Goldminen, wird von ugandischen
Invasionstruppen gehalten. Der Konflikt im Kongo gilt als
der verheerendste seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach
einer Schätzung der Hilfsorganisation International Rescue
Committee sind seit Beginn des Kriegs im Jahr 1998 bis Ende
des vergangenen Jahres zwischen 3 und 4,7 Millionen
Kongolesen gestorben. Damit liegt die Sterblichkeitsrate in
dem zentralafrikanischen Land höher als in jedem anderen
von den Vereinten Nationen dokumentierten
Konflikt.