Personenkult um Iraks Informationsminister: Sahhaf im "Sonderurlaub" - DER SPIEGEL
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Personenkult um Iraks Informationsminister Sahhaf im "Sonderurlaub"

Mohammed Saïd al-Sahhaf, 62, zu Saddams Zeiten Informationsminister des Irak, macht eine unfreiwillige Nachkriegskarriere als Witzfigur im Internet.
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Noch in den letzten Kriegstagen hatte Sahhaf die Erfolge der Amerikaner geleugnet - heute kann man im Internet T-Shirts kaufen mit den berühmt gewordenen Durchhalteparolen: "Es gibt keine Amerikaner in Bagdad."

Mehr noch: Nach dem Motto "Was hätte Sahhaf gesagt?" lassen Witzbolde den Minister vor den Gemälden berühmter Schlachten historische Tatsachen leugnen: "Wir nehmen gerade London ein. Vive la France", sagt da zum Beispiel der Minister - während im Hintergrund Napoleons Niederlage bei Waterloo zu sehen ist.

Auch für das plötzliche Verschwinden Sahhafs gibt es im Internet eine Erklärung. Der Minister sei gar nicht abgetaucht, heißt es da: Der Krieg verlaufe so günstig, dass "mein Boss Saddam - Gott schütze ihn und seine Bronzestatuen, die allesamt noch stehen, nebenbei bemerkt - mir Sonderurlaub gewährt hat".

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