Raumfahrt: Bomben für den Mond - DER SPIEGEL
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Raumfahrt Bomben für den Mond

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Um eines der wichtigsten Rätsel des Mondes zu knacken, setzen Forscher auf die Waffentechnik der bunkerbrechenden "Bunker Buster"-Bombe der US-Luftwaffe.

Im Jahr 2007 sollen sich drei Sonden dank ihrer hohen Aufprallgeschwindigkeit und schlanken Form tief in den Mondboden bohren. Ziel der Mission ist es, den begehrten Wasserstoff zu suchen, der für die Energieversorgung künftiger Mondmissionen wichtig wäre.

"Die Sonden basieren auf Bunker-Buster-Projektilen, aber statt Sprengstoff sollen sie wissenschaftliche Instrumente transportieren", erklärt Projektleiter Paul Lucey von der Universität von Hawaii.

Der Wasserstoff könnte als Bestandteil von Kometeneis in die zerklüfteten Krater des Mondes gelangt sein. In der ewigen Nacht an den Polen wäre das gefrorene Gas dann jahrmilliardenlang erhalten geblieben.

Dass seine Forschungsbombe wirklich durchschlagende Wirkung hat, stellte Lucey bei einem Schusstest fest: "Die Instrumente funktionierten auch noch nach einem Schock vom 1200fachen der Erdbeschleunigung einwandfrei."