Sahara-Geiseln "Es war die Hölle"
Algier - Bei den Entführern handelt es sich um Glaubenskrieger der radikal-islamischen GSPC. Auf einem bereits vor der Befreiung in der Wüste gefundenen Video sind die Entführer der jetzt befreiten Gruppe mit den Geiseln zu sehen. Auf dem Band erklären sie, Islamisten zu sein und Lösegeld für die Freilassung erpressen zu wollen.
Der Miesbacher Harald Ickler schildert seine Kidnapper als "gebildete Männer", einer sei ein Geologiestudent gewesen. Dennoch gelte für das Leben im Geisellager: "Es war die Hölle." Die beiden Anführer der zwei Geiselnehmer-Gruppen unterstehen nach Überzeugung der Sicherheitsbehörden einem in Algerien berüchtigten Terroristen namens Abderrassak al-Para, einem desertierten Soldaten des algerischen Militärs.
Unterdessen hat sich der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chrobog, nach Protesten der Familienangehörigen an das Arbeitsamt gewandt. Die Eltern des entführten Frank Gottlöber hatten Arbeitslosengeld für ihren Sohn beantragt, weil dem inzwischen gekündigt wurde. Mit der Begründung, dass dieser aber noch immer in der Sahara festgehalten werde und folglich dem deutschen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe, lehnte das Arbeitsamt ab.