Archäologie Recycelte Münzen
Einen Münzfund aus römischer Zeit, der in Nordengland aufgetaucht ist, wertet die britische Archäologin Lindsay Allason-Jones als Beweis für die Geschäftstüchtigkeit ihrer Vorfahren.
Die meisten der 70 Bronzemünzen waren in so abgenutztem Zustand, dass sie offenbar nicht mehr als Zahlungsmittel benutzt wurden. Schlitzohren unter den einheimischen Inselbewohnern ließen die Stücke dennoch nicht verkommen, wie die Forscherin von der University of Newcastle glaubt.
Bronzereste in nahe beim Fundort gelegenen Metallwerkstätten weisen vielmehr darauf hin, dass die Ur-Briten die nutzlos gewordene Währung einschmolzen und zu Schmuckstücken verarbeiteten: "Unsere Vorfahren fertigten Broschen und unbedeutenden Tand aus dem Metall, den sie dann an die Legionäre in den römischen Militärlagern verhökerten."