Skandal um Statistikamt EU-Kommissarin Schreyer unter Verdacht
Hamburg - Drei dubiose Bankverbindungen wurden bei den Ermittlungen entdeckt. Über diese Kassen sollen, so der Verdacht der Fahnder, Gelder am EU-Haushalt vorbeigeschleust worden sein, unter anderem zur Zahlung von Kickbacks für kooperationswillige Zulieferfirmen. Auftragnehmer von Eurostat sollen angeblich auch Ehefrauen und Geliebte der EU-Statistiker bezahlt haben.
Schreyer hatte das Europaparlament bei Anfragen zum Eurostat-Skandal nur unzureichend informiert. Kommissions-Mitarbeiter wie auch der inzwischen vorläufig versetzte Eurostat-Direktor Yves Franchet widersprechen der Version Schreyers, ihr hätten nicht alle Informationen zur Verfügung gestanden. Franchet: "Frau Schreyer kannte alle Probleme."
Im deutschen Bundeskanzleramt gilt unterdessen eine neuerliche Entsendung der Grünen als Kommissarin nach Brüssel als ausgeschlossen.