Skandal um Statistikamt: EU-Kommissarin Schreyer unter Verdacht - DER SPIEGEL
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Skandal um Statistikamt EU-Kommissarin Schreyer unter Verdacht

Im Skandal um das europäische Statistikamt Eurostat stoßen die Betrugsermittler der Brüsseler EU-Kommission auf immer neue mutmaßliche Schwarzkonten im Umfeld der Behörde. Wegen der Affäre gerät die deutsche EU-Budgetkommissarin Michaele Schreyer, die den Grünen angehört, immer stärker in die Kritik.
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Hamburg - Drei dubiose Bankverbindungen wurden bei den Ermittlungen entdeckt. Über diese Kassen sollen, so der Verdacht der Fahnder, Gelder am EU-Haushalt vorbeigeschleust worden sein, unter anderem zur Zahlung von Kickbacks für kooperationswillige Zulieferfirmen. Auftragnehmer von Eurostat sollen angeblich auch Ehefrauen und Geliebte der EU-Statistiker bezahlt haben.

Schreyer hatte das Europaparlament bei Anfragen zum Eurostat-Skandal nur unzureichend informiert. Kommissions-Mitarbeiter wie auch der inzwischen vorläufig versetzte Eurostat-Direktor Yves Franchet widersprechen der Version Schreyers, ihr hätten nicht alle Informationen zur Verfügung gestanden. Franchet: "Frau Schreyer kannte alle Probleme."

Im deutschen Bundeskanzleramt gilt unterdessen eine neuerliche Entsendung der Grünen als Kommissarin nach Brüssel als ausgeschlossen.