Drogen Kuss der Spinnentiere
Herkömmliche Drogen wie Haschisch und Marihuana verschaffen den Sprösslingen wohlhabender Familien im indischen Bundesstaat Gujarat offenbar nicht mehr den ersehnten Kick - deshalb lassen sie sich vom Gift lebender Skorpione high machen, wie das Blatt "The Times of India" berichtet.
Nach dem ersten Schmerz versetzt der Wirkstoff der Tiere die Jugendlichen angeblich in einen stundenlang anhaltenden tranceähnlichen Zustand. Fahrende Skorpiondealer bieten die lebende Droge auf einem rund 40 Kilometer langen Straßenabschnitt zwischen Walia und Dediapada zum Preis von umgerechnet drei bis vier Euro pro Stich an.
Für Nachschub an Tieren ist in der Gegend gesorgt, weil Skorpione dort in vielen Größen und Arten vorkommen. Obwohl das Gift aus dem Schwanzstachel für Menschen gefährlich sein kann, wiegen die ambulanten Händler ihre Abnehmer in Sicherheit: Der Kuss der Spinnentiere sei nicht riskanter als der Stich einer Biene.