Schlafmedizin Frühschäden durch Schnarchen
Schnarchende Kinder leiden häufiger unter Lern- und Verhaltensstörungen als Gleichaltrige, von denen aus dem Schlafzimmer kein Pieps zu hören ist. Bei Intelligenz- und Aufmerksamkeitstests der US-Kinderärztin Louise O'Brien von der University of Louisville mit Fünf- bis Siebenjährigen, die die Nacht im Schlaflabor verbracht hatten, schnitten die Lautschläfer deutlich schlechter ab als Mitglieder einer Vergleichsgruppe, bei denen es ruhig geblieben war.
"Das Schnarchen allein", glaubt die Forscherin, "ist bei Kindern mit einer erhöhten Anfälligkeit für kognitive Störungen verbunden - ohne dass ein anderes Leiden verschlimmernd hinzukommen müsste." Als Ursache für die schlechteren Leistungen tagsüber vermutet die US-Ärztin Sauerstoffdefizite im Gehirn.
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Dass Kinder mit gelegentlichen Atemaussetzern, der so genannten Schlaf-Apnoe, häufig Lern- und Verhaltensschwierigkeiten zeigen, haben bereits frühere Untersuchungen belegt: Nach der Entfernung von Polypen oder Mandeln bessert sich ihr Zustand häufig. Für Schnarcher ohne die charakteristischen Atemaussetzer gibt es solche Hoffnung bislang nicht. O'Brien: "Wir wissen nicht, ob man ihnen mit irgendeiner Therapie helfen kann."