SPD: Aufbruch aus der zweiten Reihe - DER SPIEGEL
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SPD Aufbruch aus der zweiten Reihe

Die Generation der Schröder-Nachfolger drängt auf mehr Einfluss in der Partei. Die Riege um Matthias Platzeck, Ute Vogt & Co. will jetzt in Schlüsselpositionen vorrücken.
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Bei einem diskreten Treffen am Rande des Sonderparteitags am 1. Juni in Berlin verständigte sich eine Reihe jüngerer Sozialdemokraten auf eine engere Zusammenarbeit. Bei einer Arbeitstagung am kommenden Wochenende in Berlin will der Führungsnachwuchs, darunter Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, die Landesvorsitzenden Ute Vogt (Baden-Württemberg), Christoph Matschie (Thüringen) und Heiko Maas (Saarland), Ex-Verkehrsminister Kurt Bodewig, der niedersächsische Oppositionsführer Sigmar Gabriel sowie jüngere SPD-Abgeordnete des so genannten Berliner "Netzwerks", Positionen für den Parteitag der Sozialdemokraten im November erarbeiten.

Im Zentrum sollen das SPD-Grundsatzprogramm und Personalfragen stehen. So wollen die Nachwuchs-Genossen einen nachhaltigen Reformkurs festschreiben und - mit Wissen von Parteichef Gerhard Schröder - in Schlüsselpositionen vorrücken: Vogt, 38, soll Renate Schmidt, 59, aus Schröders fünfköpfiger Stellvertreter-Riege verdrängen, Matschie, 41, oder Platzeck, 49, im Präsidium Ex-Ministerin Christine Bergmann, 63, beerben. Nachfolgerin der amtsmüden Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier, 66, könnte die 35-jährige Abgeordnete Nina Hauer werden. "Wir müssen in ein paar Jahren die Partei tragen", so Vogt, Parlamentarische Staatssekretärin im Innenministerium, "deshalb wollen wir dabei sein, wenn die Weichen gestellt werden."