Umwelt: Klimawandel durch Sahara-Staub - DER SPIEGEL
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Umwelt Klimawandel durch Sahara-Staub

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Staubstürme in der Sahara können Regenfälle und Trockenzeiten über dem Nordatlantik bis hin nach Barbados verursachen. Das ergab die Analyse von Satellitendaten aus 16 Jahren, die US-Forscher jetzt im Fachblatt "Geophysical Research Letters" veröffentlicht haben.

Demnach steigen die Staubpartikel in die Atmosphäre auf, binden dort Feuchtigkeit oder Eiskristalle an sich und beeinflussen so die Wolkenbildung und die Intensität der Sonneneinstrahlung auf dem Erdboden. "Die Wechselwirkungen zwischen Wolken und Staubpartikeln sind entscheidend für das Verständnis der Klimaveränderung", sagt Natalie Mahowald vom beteiligten National Center for Atmospheric Research.

Die großflächigen Auswirkungen afrikanischen Staubs sind auch auf anderem Gebiet belegt. So wehen mit den Sahara-Staubstürmen beispielsweise Krankheitskeime aus Afrika bis nach Europa und sogar Nordamerika. In den frühen Achtzigern sollen etwa Korallen in der Karibik an einem Pilz gestorben sein, der mit dem Staub aus dem Osten kam.

Auch ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Februar 2001 in Großbritannien wird mit einem afrikanischen Staubsturm in Verbindung gebracht, der nur Tage vorher wütete. Forscher warnen nun, dass mit dem Vorrücken der Wüsten auf der Erde auch der weltweite Staubgürtel immer breiter wird.