Landwirtschaft Metalle für Schweine
Tierfutter darf von Anfang 2006 an in der EU nicht mehr mit Antibiotika versetzt werden. Auf der Suche nach leistungsfördernden Mast-Alternativen sind deutsche Forscher nun in China fündig geworden.
Dort werden seit den sechziger Jahren so genannte Seltene Erden (SE) abgebaut - Metalle wie Lanthan oder Cer. Nach chinesischen Berichten sind sie als Futterzusätze bestens geeignet.
Tatsächlich konnten Forscher der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig diese Befunde nun teilweise bestätigen.
Die Münchner Forscher mischten SE-Verbindungen ins Futter von Schweinen und Wachteln, die daraufhin die Nährstoffe besser verwerteten. In Braunschweig erreichten Hühner mit der metallischen Futterzugabe ein um sieben Prozent höheres Schlachtgewicht.
Wie die Wirkung der Metallsalze zu Stande kommt, ist noch ungeklärt. "Wir vermuten, dass die Verbindungen antibakteriell und entzündungshemmend wirken und das Immunsystem der Tiere stärken", sagt Gerhard Flachowsky von der FAL.