WAFFENHANDEL Abdullahs rasender Einkäufer
Stocksauer ist das jordanische Königshaus auf die deutsche
Justiz. Im kommenden Monat beginnt vor dem Mannheimer
Landgericht der Prozess gegen den gebürtigen Russen Arthur
Andersen, der laut Anklage als "persönlicher Berater des
jordanischen Königs Abdullah II." für das Wüstenreich
Hightech-Waffen wie Kampfhubschrauber und
Panzerabwehrraketen beschafft hat. Andersen wickelte die
Millionengeschäfte mit osteuropäischen Waffenherstellern
per Telefon von Pforzheim aus ab. Der Autonarr, Besitzer
etlicher Sportwagen, darunter ein Ferrari und ein Maserati,
war extra nach Deutschland gezogen, weil es auf den
hiesigen Autobahnen bekanntlich Strecken ohne Tempolimit
gibt. Die Staatsanwaltschaft wirft Andersen, der die
Waffengeschäfte gestanden hat, Verstoß gegen das
Kriegswaffenkontrollgesetz vor; seit August vergangenen
Jahres sitzt er in Untersuchungshaft. Die Bitte der
jordanischen Regierung, Andersen zu verschonen, hat die
Bundesregierung unter Verweis auf die Unabhängigkeit der
Justiz
abgelehnt.