Schönheitschirurgie Verpflanzung gegen schütteres Schamhaar
In Südkorea erlebt die plastische Chirurgie derzeit einen bizarr anmutenden Boom. Besonders beliebt sind Korrekturen im Intimbereich. Zu den Standardoperationen zählt die Scheidenverengung und immer öfter die Schamhaartransplantation. "Im Westen lassen sich Frauen die Haare weglasern, in Korea ist die Aufforstung gefragt", berichtet der plastische Chirurg Afschin Fatemi aus Unna, der auf Einladung koreanischer Schönheitschirurgen kürzlich nach Seoul reiste.
Unter koreanischen Frauen, die gern in die Sauna gehen, gilt schütteres Schamhaar als Zeichen schwacher Fruchtbarkeit. Um dieses Manko zu beheben, schneiden die Ärzte einen bis zu einem Zentimeter breiten Haarstreifen aus dem Hinterkopf, zerteilen diesen in Mikro-Haar-Inseln mit jeweils zwei bis drei Haaren darauf. Mit einem Laser schießen sie sodann Löcher in die Haut im Genitalbereich und verpflanzen dort hinein die Haarinseln.
"Die Struktur der Kopf- und Schamhaare ist bei Asiaten ähnlicher", sagt Fatemi, "die Kopfhaare werden im Schambereich nicht so lang und fallen kaum auf." Bereits nach einem Tag kann der Verband entfernt werden. Der Eingriff geschieht bei örtlicher Betäubung und kostet pro Sitzung bis zu 2500 Euro.