Klima Vertreibung der Pinguine
In 100 Jahren wird die Antarktische Halbinsel kaum wiederzuerkennen sein, prognostizieren Wissenschaftler vom British Antarctic Survey. "Besonders in der Antarktis reagieren viele Organismen sehr sensibel auf Klimaveränderungen", sagt der Polarforscher Andrew Clarke. "Noch nie hat sich das Klima so schnell verändert wie in unserer Zeit."
Wegen der globalen Erwärmung würden die Eisplatten schmelzen, außerdem wüchsen immer mehr Pflanzen - bereits jetzt sind es zehnmal so viele wie Mitte des 20. Jahrhunderts, als die ersten Forschungsstationen in der eisigen Wildnis gebaut wurden. Neben Robben und Walen fürchtet Clarke vor allem um die Pinguine: In der Brutzeit könnten sie auf ihren Nestern künftig regelrecht einschneien - die wärmere Luft bringt verstärkt Niederschlag mit sich.
Schon jetzt wandern die ersten Pinguine ab ins Innere der Antarktis. Die Region, mit rund 14 Millionen Quadratkilometer Fläche fast anderthalb mal so groß wie die USA, wird von einem bis zu 4000 Meter hohen Eispanzer bedeckt.