Märchentante Madonna: Neid ist kein schönes Gefühl - DER SPIEGEL
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Märchentante Madonna Neid ist kein schönes Gefühl

Es ist da, das erste Kinderbuch der Sängerin, Schauspielerin und Mutter Madonna: "Die Englischen Rosen", eine durchaus charmante Parabel auf Neid und Missgunst, wird nicht nur die Kleinen entzücken.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

"Hast du je von den Englischen Rosen gehört? Ich sage dir, was sie nicht sind: Sie sind keine Pralinensorte, keine Fußballmannschaft und keine Blumen im Garten." So lapidar beginnt der erste von insgesamt fünf geplanten Kinder-Bänden der 45-jährigen Popsängerin Madonna - vom heutigen Montag an weltweit in den Buchläden von mehr als 40 Ländern.

Die kleinen Heldinnen heißen Nicole, Amy, Charlotte und Grace: vergnügte Mädchen, die sich mit Picknicks und Schlittschuhpartys amüsieren. Sie sind die "Die Englischen Rosen", die dem Madonna-Werk den Titel gaben (Hanser Verlag; 48 Seiten; 12,90 Euro). Manchmal aber sind die vier ganz schön neidisch: auf Binah aus ihrer Nachbarschaft. Binah nämlich ist wunderbar anzusehen, alle Leute sind hingerissen von ihr.

Neid ist kein schönes Gefühl, und wie man es überwindet, wie man ein besserer Mensch wird (wohl dem, der eine Fee zur Seite hat), das erzählt Madonna in ihrer moralischen, skurrilen, durchaus charmanten Geschichte, die vom US-Künstler Jeffrey Fulvimari kunterbunt illustriert worden ist - ein Spaß für die Fünf- bis Siebenjährigen, der auch Erwachsene entzücken wird.

Hanser-Verleger Michael Krüger jedenfalls hält es für ein "wunderbares Buch", er habe bei einem US-Agenten alle fünf Geschichten gelesen, ohne vorher zu wissen, wer sie geschrieben hat. Und Madonna gibt sich ganz großzügig: Die geschäftstüchtige Skandalnudel erklärt in ihrem Buch, sie werde die Einkünfte Kinder-Hilfsinstitutionen spenden.