WAFFENHANDEL: Korrupte Dienste - DER SPIEGEL
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WAFFENHANDEL Korrupte Dienste

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Der russische Auslandsnachrichtendienst SWR warnt vor dem "grauen Waffenmarkt" in den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion. Zunehmend machten sich im weltweiten Handel mit Kriegsgerät ehemalige Geheimdienstler oder Ex-Mitarbeiter staatlicher Rüstungsfirmen aus Russland und der Ukraine bemerkbar, heißt es in einer vertraulichen SWR-Studie. Das Militärgut, von Kampfpanzern bis zu MiG-Jagdflugzeugen und Mi-24-Kampfhubschraubern, werde in vielen Fällen in der Ukraine und in jüngster Zeit auch häufig in Usbekistan beschafft. Die Moskauer Experten monieren zudem, dass russische Rüstungslobbyisten in den neunziger Jahren ständig in den Ländern Irak und Libyen tätig waren, die von der Uno mit einem Waffenembargo belegt wurden. Nicht selten handelten dubiose Dealer sogar in staatlichem Auftrag, etwa bei Waffenlieferungen an Warlords der ehemaligen Nordallianz in Afghanistan. Inzwischen, so die Sicherheitsexperten, drohe Russland eine regelrechte "Korrumpierung der Geheimdienste", weil selbst staatliche Waffengeschäfte etwa mit China durch fragwürdige Kommissionszahlungen geschmiert würden. Bei Rüstungsdeals mit Indien, wo Russlands Händler zunehmend durch westliche Konkurrenz aus Großbritannien, Frankreich und Israel bedrängt werden, seien sogar "korrupte Verbindungen der Hauptgrund für die Fortsetzung des Handels", der sich ökonomisch in vielen Fällen eigentlich kaum noch rentiere. So konnten die Inder den Flugzeugträger "Admiral Gorschkow" und russische Kampfjets extrem günstig erwerben.