Spanien: Ruf nach Rückkehr in die Heimat - DER SPIEGEL
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Spanien Ruf nach Rückkehr in die Heimat

Obwohl noch gar nicht im Amt, gerät Premier José Luis Zapatero bereits unter Druck. Mehr als 70 Prozent der Spanier wollen den sofortigen Abzug der Truppen aus dem Irak oder zumindest eine Führungsrolle der Uno bei der Mission.
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Vorigen Montag versammelten sich 25 000 Demonstranten, unter ihnen auch zahlreiche Muslime, im Madrider Vorort Leganés und forderten das sofortige Ende des Irak-Einsatzes. Manche Spanier werden dabei von der wohl trügerischen Hoffnung getrieben, dass mit einem Abzug ihrer Truppen auch der islamistische Terror zu Hause schnell wieder vorbei sein wird - in Leganés skandierte die Menge: "Friede hier und in Bagdad".

Davon allerdings ist Spanien zurzeit noch weit entfernt: Um einer Verhaftung durch Spezialeinheiten der Polizei zu entgehen, hatten sich zuvor die mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge auf Madrider Pendlerzüge in einem Wohnhaus in Leganés in die Luft gesprengt. Sieben Terroristen, darunter der Führer der Gruppe, der Tunesier Serhane Ben Abdelmajid Farkhet, starben, ebenso ein Polizeibeamter. Wenige Stunden zuvor war bei einer spanischen Zeitung ein Fax eingegangen. Darin forderte ein "Bataillon des Todes" die spanische Regierung auf, die Militäreinsätze in Afghanistan und im Irak unverzüglich zu beenden. Andernfalls werde man Spanien in ein "Inferno verwandeln, in dem das Blut in Strömen fließt".

Nun erwarten Zapateros Wähler, dass der Sozialist sein gleich nach dem Wahlsieg gegebenes Versprechen einhält und die spanischen Truppen von Euphrat und Tigris zurückholt.

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