Automobile: Virtueller Crashtest - DER SPIEGEL
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Automobile Virtueller Crashtest

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der US-Automobilkonzern General Motors will seine Fahrzeuge in Zukunft kaum noch gegen die Wand rasen lassen, um ihr Unfallverhalten zu testen. Stattdessen soll künftig verstärkt ein Supercomputer der Firma IBM die Crashtests übernehmen - virtuell. Der Rechner-Verbund kann bis zu neun Billionen Rechenschritte pro Sekunde ausführen und das Verhalten der Autos in Extremsituationen simulieren. Dadurch spart General Motors viel Geld: Pro Crashtest musste der Multi bislang rund 420 000 Euro ausgeben. Auch den Entwurf und die Planung neuer Automodelle wollen die GM-Ingenieure mit Hilfe des Monster-Rechners rasant beschleunigen. Demnach könnten Arbeiten, für die einst Wochen und Monate nötig waren, in Minuten oder Stunden erledigt werden. Die Folge wären weitaus geringere Produktionskosten. Ganz ohne Crashtests wird GM aber nicht auskommen: Die meisten EU-Staaten erlauben nur den Import von Autos, die unter realen Bedingungen getestet wurden.