Irland: Fluch über dem Hause Bush - DER SPIEGEL
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Irland Fluch über dem Hause Bush

Noch weiß man nicht, wem diese Verbindung peinlicher ist, US-Präsident George W. Bush oder den Leuten im irischen County Clare: Künstlerin Ann Griffin Bernstorff recherchierte für einen Wandteppich den Stammbaum des Irland-Eroberers Richard de Clare - und entdeckte in ihm einen Vorfahren Bushs.
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"Der Schock hier war gewaltig", sagt die Dame. In der Tat ist die Anti-Bush-Fraktion groß in der Gegend - anlässlich eines Besuchs des Präsidenten im vergangenen Jahr fragte ein örtlicher Radiomoderator: "Ist dies der meistgehasste Amerikaner, der je den Fuß auf die Insel gesetzt hat?" Und nun soll er aus County Clare stammen.

Allerdings werden auch die PR-Strategen des Weißen Hauses ein hartes Stück Arbeit vor sich haben, um die genealogische Verbindung zu überzuckern. De Clare nämlich war auch als "Strongbow" bekannt, als übler Haudegen und Auftragskiller. Er heiratete in einen nicht minder zwielichtigen Genpool ein - den von Dermot MacMurrough, König von Leinster, der die Insel verschachert hatte und als übelster Verräter der an Monstern ohnehin nicht armen irischen Geschichte gilt. Nun, so der "Guardian", stelle sich die Frage: Gibt es ein Machthunger-Gen, das durch acht Jahrhunderte bis in den jetzigen Bush-Familienkreis weitergereicht wurde? Und: Hat das Haus Bush Anspruch auf Leinster? "Vermutlich ja", meint Griffin Bernstorff kampfeslustig. "Aber es gibt einige Familien hier in der Gegend, die ebenfalls Ansprüche haben, und die würden sich nicht einfach so geschlagen geben."