Stimmen zur Wahl Stimmen zur Wahl
Jörg Immendorff, Maler
"Ich bin sehr erstaunt, dass Frau Merkel und Herr Westerwelle sich nicht wie gewünscht durchsetzen konnten. Nach wie vor halte ich Schröder für den besseren Kanzler, ein anderer steht nicht zur Debatte - es sei denn, man könnte sich einen neuen Politikertypus schnitzen."
Tanja Dückers, Schriftstellerin
"Ich finde es sehr bedauerlich, dass die Grünen hinter der Westerwelle gelandet sind. Renate Künast war für mich eine der überzeugendsten Figuren der letzten Legislaturperiode."
Peter Zadek, Theaterregisseur
"Sehr gut, hervorragend! Ich finde die Haltung von Schröder wunderbar, wenn er sagt, er will Kanzler bleiben. Das wäre ja auch eine Wohltat, wenn man die Alternative dagegen sieht, diese furchtbare Tante."
Hark Bohm, Regisseur
"Das ist eine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben. Ich halte es für sehr realistisch, dass Schröder Kanzler bleibt. Merkel ist eingebrochen, weil sie so kalt ist wie ein Stück Gefrierfisch. Sie transportiert keine mitfühlende Wärme. Sie wirkt wie eine strenge Lehrerin, die einem aus pädagogischen Gründen noch das letzte Stück Butter vom Brot nimmt."
Markus Lüpertz, Maler
"Dieser Wahlkampf war so extrem personenbezogen wie noch keiner zuvor, und Frau Merkel hat nicht überzeugen können. Die CDU/CSU hat also ganz klar ein personelles Problem. Ich halte Gerhard Schröder wirklich für einen leidenschaftlichen, für einen guten Politiker. Ich bin dafür, dass er Kanzler bleibt."
Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF AG
"Die künftige Bundesregierung muss den Reformprozess, der mit der Agenda 2010 eingeleitet worden ist, schnell und weiter vorantreiben. Die Politik darf sich nicht an Detailfragen festbeißen, sondern muss klare und schlüssige Konzepte für die drängenden Herausforderungen liefern."
Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG
"In der gegebenen Situation halte ich eine Große Koalition nur für die drittbeste Lösung. Deutschland braucht klare Entscheidungen - um wirtschaftlich nicht den Anschluss zu verlieren. Der Fortschritt bei den Reformen wäre in einer Großen Koalition geringer, und die Politikverdrossenheit würde womöglich noch größer. Ich finde, wer auch immer Kanzler wird, sollte sowohl die FDP als auch die Grünen an der Regierung beteiligen."