Kino in Kürze "Die große Reise"
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
tritt der Franzose Réda (Nicolas Cazalé) nur widerwillig an. Der junge Mann, Sohn marokkanischer Einwanderer, muss seinen tiefgläubigen Vater (Mohamed Majd) nach Mekka chauffieren. Die lange Pilgerfahrt von Frankreich über Istanbul bis nach Saudi-Arabien in einem klapprigen Peugeot gerät zur Kraftprobe zwischen den Generationen, zwischen Tradition und Moderne: Ersetzt der Koran die Straßenkarte? Darf der Sohn seine Freundin anrufen? Taugt ein lebendes Schaf als Reiseproviant? Regisseur Ismaël Ferroukhi, 43, als Kind von Marokko nach Frankreich eingewandert, ist ein berührender, humorvoller und im besten Sinne aufklärerischer Film gelungen.