Film: Rolltreppe aufwärts - DER SPIEGEL
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Film Rolltreppe aufwärts

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Jochen ist 13, streitet ständig mit seiner Mutter, klaut, gerät auf die schiefe Bahn und kommt in ein Erziehungsheim. Diese Geschichte erzählte Hans-Georg Noack in seinem Jugendbuchklassiker "Rolltreppe abwärts" (1970), der zum Millionenseller und zur Pflichtlektüre an Schulen wurde. Noack, Ende vergangenen Jahres verstorben, hatte die Verfilmung des Problemstoffs immer abgelehnt - bis vorletztes Jahr sieben Bonner Schüler bei ihm vorstellig wurden. Die Begeisterung der jungen Leute für seinen Roman freute Noack so sehr, dass er schließlich sein Plazet für das Filmprojekt gab. Mit gesponserter Ausrüstung, jugendlichen Laiendarstellern und erwachsenen Schauspielern entstand in nur elf Tagen ein durchaus professionell wirkender 79-minütiger Spielfilm, der ohne den sozialpädagogischen Ton der Vorlage auskommt. "Rolltreppe abwärts" (Regie: Dustin Loose; Produktion: Christopher Zwickler) wurde bei seiner Premiere im Sommer 2005 vom Publikum gefeiert und lockte in Bonn rund 10.000 Zuschauer ins Kino. Diese Woche startet der Film nun bundesweit. Regisseur Loose, mittlerweile 19, bereitet derweil sein nächstes Projekt vor: Im Frühjahr will er Abitur machen.