Kino in Kürze "Die Wolke"
"Die Wolke" wabert über Deutschland: Ein Unfall in einem bayerischen Atomkraftwerk löst eine Massenpanik aus und verseucht das halbe Land radioaktiv. Auch die 16-jährige Hannah (Paula Kalenberg), frisch verliebt in einen Klassenkameraden (Franz Dinda), versucht vor der tödlichen Strahlung zu fliehen. Nach einer langen Odyssee landet sie, schwer kontaminiert, auf einer Isolierstation. Pünktlich zum 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl beschwören Marco Kreuzpaintner (Drehbuch) und Gregor Schnitzler (Regie) den nuklearen Horror. Dabei gelingen dem Regisseur eindrucksvolle Massenszenen, in denen jeder gegen jeden kämpft, zum Beispiel um einen Platz im rettenden Zug. Doch die politische Brisanz des Themas war den Filmemachern offenbar nicht telegen genug: Anders als in Gudrun Pausewangs Romanvorlage (1987) kommt der Atom-GAU hier wie eine unvermeidbare Naturkatastrophe über die Menschen. Immerhin: Die 19-jährige Hauptdarstellerin Paula Kalenberg strahlt, Pardon, in jeder Szene.