Üppige Vergütung: Bahn verdreifacht die Bezüge ihrer Aufsichtsräte - DER SPIEGEL
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Üppige Vergütung Bahn verdreifacht die Bezüge ihrer Aufsichtsräte

Wer einen Aufsichtsratsposten innehat, ist normalerweise kein armer Mann. Die Kontrolleure der Bahn aber klagten bisher, dass ihre Bezüge vergleichsweise gering ausfielen. Nun soll ihre Entlohnung angehoben werden - sie steigt fast auf das Dreifache.
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Hamburg - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) haben sich nach SPIEGEL-Informationen bereits darauf geeinigt, allein die festen Bezüge der Kontrolleure fast zu verdreifachen. Zudem werden den Räten Prämien gewährt, die vom Unternehmenserfolg abhängen. Einfache Mitglieder des Gremiums erhalten bislang ein Fixum von 10.500 Euro pro Jahr, das nun auf 30.000 angehoben wird.

Der Vorsitzende, Ex-Wirtschaftsminister und RAG-Chef Werner Müller, bekommt derzeit 21.000 Euro, künftig werden es 60.000 Euro sein. Sein Stellvertreter kann die Grundvergütung von 15750 auf 45.000 Euro steigern. Ähnliche Modelle mit variablen Komponenten gibt es bei der Deutschen Telekom, der Deutschen Post und der Lufthansa.

Bisher schlug die jährliche Gesamtvergütung des Bahn-Aufsichtsrats mit etwa 300.000 Euro zu Buche, bei der Telekom betrug sie 2005 dagegen 2 Millionen Euro, bei der Post 1,3 Millionen Euro. Die Aufbesserung bei der Bahn "soll die Bezüge der Aufsichtsräte etwa auf das Niveau, das bei ehemaligen, inzwischen privatisierten Bundesunternehmen üblich ist, anheben", sagt ein Vertrauter des Ministers.

Bahn-Chef Mehdorn hatte ursprünglich noch höhere Beträge gefordert, angeblich, um kompetente Manager für die Kontrolljobs begeistern zu können.