Platzierte Songs im Ersten: ARD kassierte bei Plattenfirmen - DER SPIEGEL
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Platzierte Songs im Ersten ARD kassierte bei Plattenfirmen

Der Kick für jede Plattenfirma: Die ARD ließ sich nach Angaben des SPIEGEL für Musikunterlegung in der "Sportschau" so genannte Produktionskostenzuschüsse zahlen. Nach dem Schleichwerbeskandal das nächste Eigentor des Senders?
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Die ARD hat von Plattenfirmen "Produktionskostenzuschüsse" für die Musikunterlegung in der "Sportschau" kassiert, wie aus Angebotspräsentationen und Rechnungen hervorgeht. Dabei bediente sich der für die "Sportschau" verantwortliche WDR der Frankfurter Agentur MS Consulting. "Wir bieten für die ARD die Promotion von Musiktiteln innerhalb der Sendung an", heißt es etwa in einem Angebot von MS Consulting. Für einen Produktionskostenzuschuss von 5000 bis 7000 Euro pro Sendung konnten sich Plattenfirmen die Unterlegung eines Musiktitels unter die besten Szenen des Tages sichern.

Alternativ bot MS Consulting die Musikunterlegung für die täglichen Trailer zum Tor der Woche an und forderte auch dafür einen "Produktionskostenzuschuss" in Höhe von 30.000 Euro. Erst mit dem Beginn der Debatte zum Schleichwerbeskandal im vergangenen Juni wurde die Zusammenarbeit mit MS Consulting beendet.

Der WDR betont in einer Stellungnahme, ursprünglich sei die Praxis der Musikpromotion gegen Produktionskostenzuschüsse "der WDR-Führung nicht bekannt" gewesen. "Als sie ihr bekannt wurde, hat sie sofort die Konsequenzen gezogen und den Fall innerhalb der ARD diskutiert. Im Ergebnis wurde diese Praxis als nicht vereinbar mit den Programmgrundsätzen angesehen und eingestellt", so der WDR.