Luftfahrt Das Grauen vor dem Start
Die amerikanische Zeitschrift "Foreign Policy" hat jetzt eine Liste mit den fünf schlimmsten Flughäfen der Welt im Internet veröffentlicht.
Sie beginnt mit dem Léopold Sédar Senghor Airport im senegalesischen Dakar, der sich unter anderem dadurch auszeichnet, dass er ohne Sitzplätze auskommt. Reisende, die trotzdem versuchen, sich kurzfristig auszuruhen, werden von der Polizei angehalten, nicht herumzulungern.
Ähnlich chaotisch geht es auf dem Indira Gandhi Airport in Delhi zu, auf dem gebrauchte Spritzen am Boden herumliegen und das Toilettenpapier käuflich erworben werden muss.
Ordnung altsowjetischer Art herrscht dagegen auf dem Mineralnyje Wody Airport in Russland, der Touristen-Drehscheibe am Kaukasus. In dessen Abflughalle hängt nicht nur eine riesige Karte der alten Sowjetunion; manchmal finden sich dort auch Spuren von Schnee und Eis und ein fliegender Händler, der Schwerter und Dolche verkauft.
Der Baghdad Airport rühmt sich zwar inzwischen, einen Burger King und eine Pizza-Hut-Filiale zu beherbergen, der Schrecken indes beginnt kurz vor der Landung. Um Beschuss zu entgehen, sind Piloten angehalten, den Anflug im "Korkenzieher-Verfahren" auszuführen: steil abwärts und spiralförmig.
Der Charles de Gaulle Airport in Paris hat es als einziger EU-Flughafen auf die "Foreign Policy"-Liste geschafft. Die attestierten Mängel dort muten zwar vergleichsweise europäisch an: rüdes Personal, verwirrende Lagepläne und überteuertes Essen. Trotzdem, der Airport gleiche einem "Dritte-Welt-Flughafen". Ein französischer Reiseveranstalter bestätigt: "Er ist eine Schande."