SPIEGEL-Gespräch: Spuren im Schnee - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

SPIEGEL-Gespräch Spuren im Schnee

Der Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann über das Training im Kopf, den Kampf gegen die Angst und das Selbstbewusstsein beim Elfmeter
Von Jörg Kramer
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: Herr Hermann, die Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich ist das zweite Turnier, bei dem Sie als Psychologe die deutsche Fußball-Nationalmannschaft begleiten. Bei der Weltmeisterschaft war Jürgen Klinsmann noch der große Motivator, übernehmen Sie nun seine Aufgaben?

Hermann: Nein, Jogi Löws Stil ist zwar anders, aber er ist auch sehr motivierend. Außerdem wird man Jürgen Klinsmann nicht gerecht, wenn man ihn auf die Rolle des Motivators bei der WM reduziert. Dieser Eindruck wurde vielleicht durch den "Sommermärchen"-Film geweckt.

SPIEGEL: Helfen Klinsmann-Sprüche wie "Wir knallen sie durch die Wand" wirklich?

Hermann: Nicht immer. Aber prinzipiell - zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt - können sie es.

SPIEGEL: Bei der Europameisterschaft wird die Mannschaft ohne den nationalen Gefühlstaumel auskommen müssen, der sie bei der WM im eigenen Land durchs Turnier trug. Werden Sie die Spieler darauf vorbereiten?

Hermann: Nach der WM in Deutschland war jedem klar, dass er das so nicht mehr erleben würde. Jetzt haben wir eine andere Situation. Bei der psychologischen Vorbereitung geht es darum, dass man aufzeigt, wie sich die Mannschaft ihr Ziel und den Weg dorthin vorstellt. Das kann zum Beispiel mit Metaphern geschehen. So sind wir bei einer Klausurtagung auf unser internes Motto für die EM gekommen: Bergtour. Damit machen wir deutlich: Es wird steinig und schwer, es gibt ein Basislager, vielleicht auch mal schlechtes Wetter, es kommt auf jeden Einzelnen an. Wichtig ist, dass alle das eine Ziel haben: am Ende auf dem Gipfel zu stehen.

SPIEGEL: Gegen Tschechien und Wales wurde die Elf vom eigenen Publikum zuletzt sogar ausgepfiffen. Wie denken die Spieler darüber?

Hermann: Dass der Kredit nach den vorausgegangenen sehr guten Spielen so schnell aufgebraucht ist, hat die Mannschaft enttäuscht, mich auch. Bei allem Verständnis für die Zuschauer, die ein erfolgreiches Spiel sehen wollen und für ihre Tickets viel
Geld ausgegeben haben: Das Publikum kann die Leistung beeinflussen. Und bei Pfiffen ist dieser Einfluss in der Regel negativ.

SPIEGEL: Sie arbeiten seit Ende 2004 für den Deutschen Fußball-Bund, inzwischen auch beim Zweitligisten TSG 1899 Hoffenheim. Ist die Sportpsychologie im Fußball, wo man sie bis vor kurzem noch mit Psychiatrie verwechselt hat, salonfähig geworden?

Hermann: Ich hatte zu Beginn meiner Tätigkeit bei der Nationalmannschaft das Glück, dass Oliver Kahn auf einer Pressekonferenz auf Anfrage mehrerer Journalisten sagte: Es sei überfällig, dass auch im Fußball Psychologen mitarbeiten. Das hat mir enorm beim Einstieg geholfen. Entscheidend ist jedoch, dass es ein Verständnis dafür gibt, dass Sportpsychologie vorrangig Training ist: Training im Kopf und für den Kopf - zur Leistungsoptimierung. Die Amerikaner gehen schon lange offen damit um, die kommen mit 20 Psychologen zu den Olympischen Spielen.

SPIEGEL: Ist das nicht übertrieben?

Hermann: Das mag vielleicht hoch angesetzt sein. International ist die Thematik jedoch einfach normal. Kürzlich habe ich erfahren, dass der FC Sevilla ein Team von zwölf Psychologen hat, die sich von der Jugend bis zu den Profis um alle Spieler kümmern. Davon, dass die Sportpsychologie auch bei uns mittlerweile eine gewisse Anerkennung hat, profitieren nun aber leider auch alle möglichen Leute mit ganz unterschiedlicher oder auch keiner Ausbildung, die sich das Label "Psychologie" anheften. Da gibt es schon seltsame Entwicklungen. Neulich sah ich, wie ein sogenannter Motivationstrainer vor laufender, direkt vor ihm aufgebauter Kamera jedem Spieler eines Proficlubs vor dem Betreten des Spielfeldes noch mal schnell etwas ins Ohr flüsterte. Das würden Sie weder von mir noch von anderen seriösen Sportpsychologen sehen.

SPIEGEL: In Dortmund wurde gerade der Mentalcoach Jürgen Lohr entlassen. Mentalcoaches haben einen schlechten Ruf, weil sie schon mal Sportler barfuß über Scherben laufen lassen. Ist das unseriös?

Hermann: Nein. Allerdings sind die Botschaften der klassischen Motivationstrainer überschaubar. Andererseits machen sie einige Kernaussagen sehr anschaulich. Etwa: Du kannst mehr, als du glaubst.

"Mentales Training funktioniert durch Vorstellungen"

SPIEGEL: Der Heidelberger Psychologe Hans Eberspächer hat gesagt: "Mentale Stärke ist ein trainierbarer Muskel." Wie trainieren Sie den?

Hermann: In erster Linie trainieren wir kognitive Fertigkeiten, also das Verarbeiten und den Umgang mit Informationen. Konzentration auf den Punkt, eine Situation neu bewerten, umschalten, es geht auch um Selbstbewusstsein, den Stresslevel, kurzfristige Selbstmotivation nach Fehlern. Der Kopf kann sozusagen erst wirklich gut mitspielen, wenn die wichtigsten Situationen und Abläufe zum Abruf bereitstehen.

SPIEGEL: Zum Beispiel welche?

Hermann: In der Vorbereitung auf ein Spiel ist es zum Beispiel wichtig, dass ich als Spieler meine Laufwege kenne. Die kann ich in einem inneren Film ablaufen lassen. In allen möglichen Sportarten gehen die Athleten ihre wichtigen Bewegungen und Situationen vor dem Start in Gedanken nochmals durch. Besonders auffällig ist das bei den Skifahrern, die, oft auf ihre Stöcke gestützt, mit geschlossenen Augen die entscheidenden Passagen mental durchfahren.

SPIEGEL: Die Sportler trainieren also Bewegungen, ohne sich dabei zu bewegen?

Hermann: Das mentale Training funktioniert in der Tat durch Vorstellungen. Dadurch, dass ich mir eine Bewegung klar vorstelle, löse ich die Tendenz zur Ausführung der Bewegung aus, die nahezu gleichen Hirnregionen werden aktiviert. Anders ausgedrückt: Die Bewegungen sind im motorischen Kortex abgespeichert, in einer Verbindung von Neuronen. Die gehen sie beim mentalen Trainieren immer wieder durch. Das funktioniert wie beim Lernen. Der Psychiater und Neurowissenschaftler Manfred Spitzer hat das Lernen einmal so beschrieben, als würden Sie durch den Schnee stapfen und in frisch verschneiter Landschaft immer wieder einen bestimmten Weg laufen, dadurch wird die Spur tiefer. Aber es schneit weiter, also müssen Sie immer mal wieder laufen, sonst ist die Spur nicht mehr erkennbar. Nach den gleichen Prinzipien wirkt mentales Training und hilft damit, Bewegungen schneller zu automatisieren.

SPIEGEL: Man hört oft, dass sich Sportler Merksätze mit positiven Botschaften vorsagen sollen. Das klingt nach Küchenpsychologie.

Hermann: Stimmt. Selbstgespräche sind eine banale Technik, aber gleichzeitig eine Schlüsseltechnik der Sportpsychologie. Wenn ich ins Stadion laufe und mir sage: "Hier habe ich noch nie gewonnen", dann wird es schwierig. Man muss lernen, zu sich etwas in der Art zu sagen wie: "Heute werde ich hier mein Bestes geben und will gewinnen." Eine Kerngeschichte, die unser Innerstes widerspiegelt. Will ich etwas vermeiden, oder strebe ich etwas an? Wollen wir nicht verlieren, oder wollen wir Punkte holen? Die Gedanken bestimmen entscheidend das Handeln.

SPIEGEL: Darf ein Trainer vor den Stärken des Gegners warnen?

Hermann: Warnen muss er nicht, aber es ist sinnvoll, wenn er auch auf die Stärken hinweist - jedoch mit genügend Abstand zum Wettkampf, zum Spiel. Dann kann man im Training erarbeiten, wie man die eigenen Stärken so einsetzt, dass die des Gegners nicht zum Tragen kommen. Je näher das Spiel rückt, desto weniger sollte es um die Stärken des Gegners gehen, dafür mehr um den eigenen Weg.

SPIEGEL: Leitet der Psychologe das Elfmetertraining?

Hermann: Nein, das Training leitet immer der Trainer. Elfmeter zu schießen ist aber für einen Profi keine echte körperliche Herausforderung. Das ist zu 90 Prozent Psychologie. Im Genfer Trainingslager vor der WM haben wir deshalb eine gewisse Drucksituation erzeugt, indem der Elfmeterschütze vor dem Trainer und den Teamkameraden ankündigen musste: Hier schieß ich ihn rein, guckt mir zu, da hält mich nichts von ab. Der Torwart hat das natürlich nicht mitbekommen. Wer diesen klaren Handlungsvorsatz konsequent und erfolgreich umsetzen konnte, erlebte verstärktes Selbstbewusstsein als Elfmeterschütze.

SPIEGEL: Der Bremer Spieler Diego ließ sich gegen Eintracht Frankfurt durch Provokationen zu einer Tätlichkeit hinreißen, Zinédine Zidane verlor im WM-Finale die Kontrolle. Was haben diese Spieler in der mentalen Vorbereitung falsch gemacht?

Hermann: Ich kenne beide nicht persönlich und weiß natürlich auch nichts von deren Vorbereitungen. Es gibt Spieler, die sind auch deshalb so gut, weil sie nicht alles mit dem Kopf steuern. Das ist Teil ihrer Mentalität. Letztlich können sie aber sich, ihrer Mannschaft und auch der Gesundheit des Gegners schaden. Wenn sie daran arbeiten wollen, gibt es Möglichkeiten im psychologischen Training, ihre Reaktionen positiv zu verändern, so dass ein Wiederholungsfall unwahrscheinlicher wird.

SPIEGEL: Sie wollen nicht die Persönlichkeit der Spieler verändern?

Hermann: Nein, diesen Ansatz lehne ich komplett ab. Es geht in der Sportpsychologie vor allem um psychologisches Training zur Leistungsoptimierung, das hat nichts mit Veränderungen der Persönlichkeit zu tun. Dabei ist das Prinzip der Freiwilligkeit wichtig - bei der Nationalelf und in Hoffenheim arbeiten die Spieler ausschließlich freiwillig mit mir zusammen.

SPIEGEL: Mussten Sie Hoffenheims Spieler darauf vorbereiten, dass sie wegen der Zuwendungen des Mäzens Dietmar Hopp an den Club auswärts als Millionarios beschimpft werden?

Hermann: Nein, aber der Cheftrainer Ralf Rangnick hat in seinen Ansprachen schon mal darauf hingewiesen. Letztlich sind die Spieler jedoch professionell genug, dass sie sich auf das Spiel konzentrieren. Und einige wenige sind der deutschen Sprache immer noch nicht so mächtig, dass sie die Details solcher Fan-Äußerungen wirklich verstehen könnten.

SPIEGEL: Sie haben 1994 den österreichischen Ski-Nationalfahrern geholfen, den Unfalltod ihrer Teamkameradin Ulrike Maier zu überwinden. Wie war das?

Hermann: Kurz nach diesem traurigen Ereignis kam ich als Sportpsychologe zu den österreichischen Abfahrtsläuferinnen. Mir wurde da erstmals dramatisch vor Augen geführt, wie groß die Verantwortung ist, die man auch als Sportpsychologe trägt. In bestimmten Risiko-Sportarten können Menschen an Selbstüberschätzung oder mangelnder Vorsicht sterben, wenn man ihnen Dinge sagt wie: "Alles geht, du musst nur wollen." Man darf Angst nicht wegtrainieren oder wegreden, man kann sie aber kanalisieren, so dass Energie, Aufmerksamkeit und Konzentration übrigbleiben.

SPIEGEL: Müssen Skifahrer oder Skispringer ihre Sturzerlebnisse verdrängen?

Hermann: Wenn die Angst erst mal Zeit hat, sich im Kopf festzusetzen, entwickelt sie oft eine Eigendynamik. Das kann man unterbrechen, wenn man schnell nach dem Ereignis die Gründe analysiert und den Sportlern aufzeigt: Du bist in der Lage, solche Läufe oder Sprünge wieder zu machen. Gerade bei schweren Verletzungen ist der Wiedereinstieg oft sehr schwierig, wenn jemand Wochen und Monate Zeit hatte, dass sich die negativen Ereignisse im Kopf festsetzen. Die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen ist dann auch aus psychologischen Gründen meist langwierig. Aber Angst und innere Bilder des Sturzes einfach zu verdrängen wäre ein sportpsychologischer Kunstfehler.

"Im Sport lauert eine biografische Falle"


SPIEGEL: Der ehemalige Skispringer Sven Hannawald, der ausgestiegene Fußball-Nationalspieler Sebastian Deisler und der nach Alkoholproblemen zurückgekehrte Fußballer Jan Simák litten unter Erschöpfungssyndromen oder Depressionen. Was lässt Leistungssportler psychisch scheitern?

Hermann: Etwas theoretisch kann man sagen: Menschen konstruieren subjektiv ihre Welt. Die Konsequenz daraus ist: Je nachdem, wie man die Welt wahrnimmt und interpretiert, kann sie einen motivieren oder bedrücken. Daher erleben Menschen dieselben Geschehnisse unterschiedlich. Wenn nun Profisportler es nicht mehr schaffen, die Anforderungen, Verpflichtungen, die Öffentlichkeit, die Abhängigkeiten als anstrebenswert zu erleben, bekommen sie psychische Probleme und kommen in der Leistungssportwelt nicht mehr zurecht. Wie bei vielen anderen überforderten Menschen kann sich das dann in Depressionen oder Erschöpfung äußern.

SPIEGEL: Hannawald klagte neulich in einem Interview, wie schwer ein Leben ohne Aufgabe sei. Er hat sich beim Skiverband als Manager angeboten.

Hermann: Der Sportsoziologe Karl-Heinrich Bette hat von einer biografischen Falle gesprochen, die im Sport lauert. Weil sich für viele Leistungssportler das meiste in ihrem Sportkosmos abspielt, ihre Freunde und Bekannten oft ebenfalls im gleichen Sport zu Hause sind und sie über ihre Fähigkeiten und Bekanntheit als Sportler hinaus kaum Bestätigung auf anderen Feldern erfahren, entwickeln nur wenige ein alternatives Betätigungsfeld. So bleibt nach Karriereende oft nur der Weg in das gewohnte Terrain zurück. Heute achtet man, etwa an Olympiastützpunkten, sehr darauf, dass jugendliche Leistungssportler sich auch anderweitig ausbilden. Dass die heranwachsenden Spieler sich ganzheitlich entwickeln, ist auch ein bedeutsamer Teil der Jugendförderung in Hoffenheim.

SPIEGEL: Der Nationalstürmer Miroslav Klose erzählte, dass Sie ihm aus der Klemme halfen, als er eine Zeitlang unter Konzentrationsproblemen auf dem Platz litt - er war Vater von Zwillingen geworden. Was konnten Sie tun?

Hermann: Wenn sensible Menschen mit etwas sehr beschäftigt sind, mit einem neuen, wichtigen Gedanken zum Beispiel, dann können andere Bereiche in den Hintergrund geraten. Es gibt Strategien, Gedanken gut zu parken, dass man sie später wieder aufgreifen kann, sie einen aber nicht die ganze Zeit beschäftigen. Allein das Gefühl, dass man eine solche Thematik selbst im Griff hat, führt oft dazu, dass sie gar nicht mehr so wild ist.

SPIEGEL: Klose litt schon öfter unter lang-anhaltenden Formkrisen.

Hermann: Formkrisen sind das Normalste im Sport überhaupt. Zu glauben, man müsste, nur weil einer mal kein so gutes Spiel gemacht hat, sofort intervenieren, kann absolut kontraproduktiv sein. Das muss man auch den Trainern deutlich sagen. Die Psychologie ist kein Schraubenzieher.

SPIEGEL: Sondern?

Hermann: Ein Puzzleteil im Gesamtgeschehen. Die Anforderungen gerade im Fußball sind viel höher geworden. Das Spiel wurde schneller und komplexer, die Spieler bekommen einen Haufen Informationen, bei Videoanalysen zum Beispiel, das muss alles im Kopf verarbeitet werden. Auch deshalb hat die Sportpsychologie Akzeptanz gefunden.

SPIEGEL: Gibt es bei der Nationalmannschaft noch Musik in der Kabine, immer noch Xavier Naidoos "Dieser Weg"?

Hermann: Musik gibt es noch, aber nicht mehr die Songs von der WM.

SPIEGEL: Was bringt es, wenn die Nationalspieler bei der Hymne vor dem Spiel einander den Arm um die Schulter legen?

Hermann: Es ist ein Ritual. Unterschätzen Sie nicht das Innenleben von Profis: Im vollen Stadion zu stehen, die Hymne zu hören, das ist schon etwas Besonderes. Länderspiel, die Nationalmannschaft, das ist eine Königsdisziplin. Dieser Moment wird durch die Geste noch mehr verdeutlicht. Man ist voller Erwartung auf das Spiel, spürt die Verbundenheit mit der Mannschaft.

SPIEGEL: Bundestrainer Löws Credo ist: Wenn sich jeder Spieler individuell verbessert, wird die ganze Mannschaft stärker. Was bedeutet das für das Feld der mentalen Stärke?

Hermann: Wenn es da Defizite gibt, wird es den Spielern auf die gleiche Weise mitgeteilt wie bei technischen oder athletischen Dingen. Die Trainer sagen ihnen: Wenn sich jemand dort verbessern kann, nutzt die Angebote! Wir stehen ihnen ja auch zwischen den Länderspielen zur Verfügung.

SPIEGEL: Haben Sie selbst eigentlich nie mentale Probleme?

Hermann: Ich bin auch manchmal nicht motiviert.

SPIEGEL: Und dann?

Hermann: Ich sehe es als ein Stück Professionalität an, dass ich mir sage: Das darf kein anderer merken.

SPIEGEL: Herr Hermann, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.