Großbritannien Land voller Angst
Es ist ein trüber Februar in England, wieder ein Monat, in dem die Wirtschaft schrumpft und das Pfund schwächelt, wieder ein Monat, in dem die Arbeitslosigkeit rekordschnell steigt.
Es ist ein Februar, in dem der Familienminister von der "schlimmsten Rezession in 100 Jahren" spricht und in dem die Chefs der größten Banken im Fernsehen auftreten, um sich vor der Nation zu entschuldigen für das Leid, das sie verursacht hätten.
Und die Briten fragen sich, wie es nur so weit kommen konnte.
Ash Akhtiar, der Jobvermittler aus einem Vorort von Birmingham, sagt, er wolle, dass jemand für all das bezahle.
David L., der Banker, der aus Angst, den Job zu verlieren, seinen Namen nicht gedruckt sehen möchte, überlegt, ob er ein Gewehr kaufen soll, um seine Familie zu schützen.
Philip Augar, der Finanzexperte, versucht zu erklären, wie sein Land derart von Banken und Krediten abhängig werden konnte.
Und Tony Parsons, der Bestsellerautor, sagt, das Vereinigte Königreich erlebe eine Umwälzung, so gravierend wie der Fall der Berliner Mauer.
Großbritannien ist depressiv gestimmt in diesen Tagen. Die lange erfolgreichste Volkswirtschaft Europas ist so brutal abgestürzt wie kaum ein anderes Land in Europa.
Die Arbeitslosigkeit steigt doppelt so schnell wie im Durchschnitt auf dem Kontinent, zwei Millionen Menschen haben ihre Jobs verloren, Ende des Jahres könnten es drei Millionen sein. Die Wirtschaft schrumpft in diesem Jahr laut Internationalem Währungsfonds um 2,8 Prozent - so stark wie in sonst keiner der sieben größten Industrienationen.
Dabei schien es lange so, als hätte Großbritannien alles richtig gemacht. Hatten nicht Margaret Thatcher und Tony Blair das Land tiefgreifend reformiert? Die Briten erlebten einen 16 Jahre dauernden Wirtschaftsboom, und es schien, als hätten sie den Weg gefunden in eine postindustrielle, globalisierte Dienstleistungsgesellschaft, angetrieben von einem rasant wachsenden Finanzsektor.
Und nun stürzten ausgerechnet jene Investmentbanker, die in den Glastürmen in der City von London ihre moderne Alchemie betrieben, das Land und die Welt in die größte Wirtschaftskrise seit den dreißiger Jahren.
Großbritannien stand am Ursprung dieses weltweiten Wirtschaftsabschwungs und wird nun auch besonders hart davon getroffen. Was vor 18 Monaten als Finanzkrise unter anderem in London begann, hat das ganze Land erfasst.
Es platzte die britische Immobilienblase, zuerst für Privathäuser, dann für Büros, gleichzeitig brach das Investmentbanking zusammen. Seit dem vierten Quartal des vorigen Jahres steckt das Land tief in der Rezession. Konsum und Industrieproduktion brechen massiv ein, das britische Pfund stürzte zwischenzeitlich fast auf den Wert des Euro.
In Washwood Heath, einem heruntergekommenen Vorort von Birmingham, ist Ash Akhtiar in diesen Tagen so ziemlich der Einzige, der Überstunden macht.
Er steht rauchend vor einem zweistöckigen Backsteinhaus, der Filiale von Jobcentre Plus, der modernen britischen Arbeitsagentur, die Tony Blair einst erfunden hat, und wartet auf seine Kunden, die Arbeiter des Kleinlasterherstellers LDV.
Zur Fabrik geht es nur einen Kilometer die Straße herunter, seit Mitte Dezember produziert sie nicht mehr, und für die nagelneue Flotte von weißen Kastenwagen, die davorsteht, gibt es keine Käufer. 95 Arbeiter sind schon entlassen, Hunderte warten zu Hause, noch kriegen sie ihren Lohn.
Ash Akhtiar ist 31, er hat Augenringe, die Haare nach hinten gegelt, er verschafft den Entlassenen ihr Arbeitslosengeld. Seit drei Monaten sei die Lage hier so schlimm, dass sie jetzt jeden Tag bis 19 Uhr Fälle bearbeiteten, sagt er, neuerdings auch samstags.
Immer mehr Menschen werden arbeitslos, immer mehr kommen zu ihm. "Man sieht ihnen die Verzweiflung an", sagt er, "sie merken, dass es diesmal anders ist, dass sie nicht nach ein paar Wochen einen neuen Job kriegen werden."
Die Arbeitslosigkeit steigt rasch in der Umgebung von Birmingham, in den West Midlands, dem Zentrum der britischen Autoindustrie - um 20 Prozent allein zwischen Oktober und Dezember vorigen Jahres. Aston Martin, Jaguar Land Rover, Honda, kaum ein Autohersteller hier produziert zurzeit noch voll, kaum einer ist noch in britischer Hand. Tausende Jobs sind gestrichen, Zehntausende Arbeiter sind auf Kurzarbeit oder stehen vor vorübergehend geschlossenen Fabriktoren.
Der britische Sozialstaat, in immer neuen Reformrunden verkleinert, hat für die Entlassenen nur ein Arbeitslosengeld von rund 60 Pfund pro Woche übrig. Auf den Verlust des Jobs folgt oft die zwangsweise Aufgabe der Wohnung oder des Hauses, weil viele sich mit immer neuen Krediten verschuldet haben und die Raten nicht mehr bezahlen können. Alle sieben Minuten verliert derzeit jemand auf der Insel sein Haus.
Ash Akhtiar, der Mann aus dem Jobcenter, sagt, die Wirtschaftskrise mache ihn ungeheuer wütend. Die Banker, die das Land in den Ruin getrieben hätten, könnten ihre Unternehmen verstaatlichen lassen und sich trotzdem Millionen Pfund Steuergelder als Bonus auszahlen. Er sagt, viele seiner Kunden seien voller Wut auf die Banker, es müsse doch jemand die Verantwortung übernehmen, es müsse jemand büßen, aber er weiß auch nicht, wer.
Also: Wer, konkret, trägt nun eigentlich die Schuld?
Die schäbige Pizzeria in London, Mayfair, in die sich vor ein paar Monaten höchstens ein paar Touristen verirrten, ist voll mit Bankern. Blackberries liegen vor ihnen, wie früher, als sie noch zeigen wollten, dass sich hier auf ihrem Mittagstisch gerade der Mittelpunkt der Welt befinde. Doch die Gespräche, die früher laut und angeberisch waren, finden jetzt im Flüsterton statt.
In guten Zeiten waren Investmentbanker Popstars
Auch David L. redet leise, sogar, als er sich ein Glas Leitungswasser zur Pizza bestellt. Er habe noch einen Job, sagt er, weil er die 200 Millionen Pfund seiner Kunden rechtzeitig rausgenommen habe, im Sommer 2007, als es das erste Vorbeben gab im globalen Finanzsystem.
Das mit seinem Job sei die eine gute Nachricht. Die andere laute, dass es keinen dritten Weltkrieg gebe. Sonst habe er nur miese Nachrichten.
Eigentlich besteht sein Geschäft darin, Zuversicht zu verbreiten. Jahrelang zählte er mit seinen aufmerksamen Augen zu den Stars im Private-Banking Department eines mächtigen britischen Finanzhauses.
Doch dort geht nun die Angst um. 20 Prozent seiner Kollegen hätten bereits ihren Job verloren. Wenn es der Bank weiter so schlecht gehe, müssten wohl bald noch mal 30 Prozent dran glauben. Er sagt: "Dann bin ich auch weg vom Fenster."
Zehn Jahre im Finanzgeschäft haben ihn wohlhabend gemacht. Ein Haus im noblen Stadtteil Kensington, vier Kinder auf Privatschulen, eine Frau, die handgefertigte Hausschuhe von Manolo Blahnik trägt.
Jetzt wird David L. manchmal übel vor Panik. Er stellt sich die Zukunft vor, und da gibt es viele Leute, die sehr arm sind und sehr wütend. Sie brechen die Tür auf in seinem Haus in Kensington und kommen herein. Neulich, sagt er, habe er erstmals ernsthaft überlegt, wie er seine Familie schützen könne.
In den guten Zeiten waren Investmentbanker in Großbritannien Popstars. Man nannte sie wie ihre Kollegen in den USA "Masters of the Universe", die Herren des Universums. Kinder träumten davon, bei Goldman Sachs zu arbeiten, und die Londoner City, das größte Finanzzentrum der Welt, war der Glanz der britischen Wirtschaft, die Hauptstadt des Überflusses.
Es sah so aus, als ob Großbritannien eine Zukunftsökonomie geschaffen hätte, aber in Wahrheit war es abhängig geworden von einem Finanzsektor, der immer weiter anschwoll. Obwohl er auch zu besten Zeiten nur acht Prozent des Bruttoinlandsprodukts erzeugte, brachte er dem Staat doch ein Viertel aller Unternehmenssteuern ein. Die Zahl der Briten, die im Finanzsektor arbeitete, wuchs in den fetten 16 Jahren um 4,4 auf 6,5 Millionen.
In den Zeitungen standen Meldungen wie die von dem Banker, der in der Bar des Baglioni-Hotels nach einem gelungenen Geschäft seine schwarze American-Express-Karte hinter die Theke reichte und die Rechnung für die ganze Nacht übernahm, unter anderem für 851 Cocktails und sechs Magnumflaschen Dom Pérignon. Am Ende der Nacht zahlte er nicht nur anstandslos 36 000 Pfund, sondern reichte auch einer Kellnerin 3000 Pfund Trinkgeld. Das galt als cool, damals, im Jahr 2005. Die einst mächtigsten Banker des Landes klangen sehr viel kleinlauter, als sie sich Anfang Februar vor dem Finanzausschuss in London Asche aufs Haupt streuten. Lord Dennis Stevenson, ehemaliger Vorstandschef des verstaatlichten Finanzkonzerns HBOS, sagte Sätze wie: "Wir alle haben sehr viel Geld verloren, das tut uns sehr leid", oder: "Wir bedauern zutiefst, wie sich die Dinge entwickelt haben, und ich würde sogar sagen, ohne jede Einschränkung".
Der Hass auf die Kaste der Banker ist inzwischen so groß, dass er an das Jahr 1720 erinnert. Damals platzte die "Südsee-Blase", eine der ersten Spekulationsblasen der Geschichte - und es gab einen parlamentarischen Antrag, die Schuldigen in Säcke voller Schlangen einzunähen und in die Themse zu werfen.
Aber wie konnte der Bankensektor in Großbritannien so schwindelerregend steil wachsen?
Philip Augar, der Finanzexperte, hat 20 Jahre im Investmentbanking gearbeitet und dabei viel Geld verdient. Er leitete einst die Global-Equity-und-Bond-Abteilung bei NatWest, war Managing Director bei Schroeder, im Jahr 2000 hatte er genug. Er stieg aus, seither warnt er in Büchern vor Exzessen und Zusammenbruch.
Hinter den Sprossenfenstern seines großen Hauses strömt die Cam vorbei, der Fluss von Cambridge, und Augar sagt, der britische Finanzsektor habe sich mit der Zeit zu einem Monster entwickelt, gebaut auf einem sehr wackligen Fundament.
Gut 20 Jahre vorher hatte Margaret Thatcher dahinsiechende britische Traditionsindustrien wie Schiffs-, Berg- und Autobau zerschlagen oder privatisiert. Die Zukunft, daran ließ die Premierministerin keinen Zweifel, lag in einer deregulierten, das große Vorbild Amerika nachahmenden Finanzindustrie.
Goldman Sachs, Merryll Lynch und Morgan Stanley, die US-Riesen, machten sich auch in der britischen Hauptstadt breit, große kontinentaleuropäische Geldinstitute wie die Deutsche Bank oder Credit Suisse erkoren London zu einem Zentrum ihrer Investmentbanking-Geschäfte.
Als 1997 Tony Blair an die Macht kam, drehte die Labour-Regierung keine der neoliberalen Reformen zurück. Im Gegenteil, Labour befreite die Finanzkaste noch ein wenig mehr.
Mit "Light Touch Regulation", der Befreiung von lästigen Auflagen, und dem Senken der Kapitalertragsteuer. London wurde zur Private-Equity- und Hedgefonds-Kapitale der Welt. Die Bonuszahlungen stiegen laut Augar in zehn Labour-Jahren von 1,7 Milliarden auf 8,5 Milliarden Pfund.
"Der Finanzsektor wirkte auf die Wirtschaft wie ein großer Stein, den man ins Wasser wirft", sagt Augar. Die Wellen des künstlichen Wohlstands breiteten sich aus, erfassten Anwälte, Berater, Ladenbesitzer, Restaurants. Vor allem aber trieben sie den Immobilienmarkt. Der Preis für ein Haus verdreifachte sich fast in zehn Jahren. Die Menschen fühlten sich reich.
"Die steigenden Hauspreise", sagt Augar, "gaben den Konsumenten das Vertrauen, Geld auszugeben, Geld zu leihen. Im Grunde genommen war der ganze Boom auf Schulden aufgebaut." Diese Bilanz reißt Großbritanniens Wirtschaft jetzt zusätzlich in die Tiefe. Die Privathaushalte sind Spitzenreiter in Europa, was die Verschuldung angeht: Insgesamt 1,5 Billionen Pfund haben sie angehäuft.
Der Prozess veränderte nicht nur die Wirtschaft, er sorgte dafür, dass die Gesellschaft eine andere wurde. "Großbritannien entwickelte sich von einer Nation der Sparer zu einem Volk der Geldleiher", sagt Augar, "von einer Nation der Investoren zu einer der Händler, nicht mehr auf langfristige Gewinne ausgerichtet, sondern bloß noch auf kurzfristige."
Wie Hohn klingen nun die Worte von Premier Gordon Brown, der noch voriges Jahr geprahlt hatte, Großbritannien sei besser als jedes andere Land darauf vorbereitet, den absehbaren globalen Abwärtstrend abzufangen. Dass er der Richtige ist, um das Land durch die Krise zu führen, glauben nur noch wenige Briten. Lediglich 28 Prozent der Bürger, so die Umfragen, würden in einer Wahl für Labour stimmen, 48 Prozent für die Konservativen und ihren Parteichef David Cameron.
Mervyn King, Chef der Bank of England, schwor seine Landsleute auf schwere Zeiten ein. "Von der schwersten Rezession" seit dem Zweiten Weltkrieg sprach er.
Viele Länder mit Bankenkrisen sind in eine lange Rezession geraten, zum Beispiel Japan, das sich seit den neunziger Jahren nie mehr richtig erholt hat und in der aktuellen Krise erneut tief abgestürzt ist. Die Briten haben gleichzeitig mit einer geplatzten Immobilienblase zu kämpfen, was die Lage erschwert.
Zwei Banken mussten die britischen Steuerzahler schon retten, die Royal Bank of Scotland und die HBOS. Auch zwei Hypothekeninstitute gehören ihnen jetzt, und der Staat überlegt - wie anderswo -, die ganzen Giftpapiere der Banken abzusichern.
Im kommenden Jahr wird Großbritanniens Neuverschuldung neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Der Think Tank "Institute for Fiscal Studies" errechnete, das Vereinigte Königreich werde bis zum Jahr 2030 brauchen, um seine Staatsfinanzen wieder auf den Stand von vor der Kreditkrise zu bringen. Manche nennen London schon "Reykjavík an der Themse".
"Was jetzt geschieht, ist wie der Fall der Berliner Mauer - diese Ideologie hat nicht funktioniert."
Die negativen Zahlen drücken auf das Pfund, das wegen der Konjunktur seinen schnellsten Fall seit 1992 erlebt und bislang 17 Prozent seines Werts eingebüßt hat. Der US-Großinvestor Jim Rogers warnt: "Ich sage es nur ungern, aber ich würde kein Geld mehr in Großbritannien investieren."
Nicht mehr der "kranke Mann Europas", wie in den Siebzigern, sei man, unkte die "Times". Großbritannien sei nun der "kranke Mann der Welt". Eine tiefe Verunsicherung hat das Land fest im Griff.
"Wir sind eine 'Fear Nation' geworden", sagt Tony Parsons, der Schriftsteller, eine Nation voller Angst. "Alle haben Angst, die Leute, die Banken, alle."
Er ist 55, er sitzt im Café Rouge im Londoner Stadtteil Hampstead, wo die Reichen und die Bohemiens wohnen. Es gibt hier mehr Millionäre als in irgendeiner anderen Gemeinde im Land, auch Parsons selbst gehört zu den Gutsituierten seit seinem Bestseller "Man and Boy". Er schreibt über die gutverdienende Mittelschicht, er kennt ihre Seele, und er mag selbst den Konsum, über seinem Stuhl hängt eine Windjacke mit Prada-Logo, aber in diesem Jahr hat er sich zum ersten Mal keinen neuen BMW X5 gekauft.
"Was jetzt geschieht, ist wie der Fall der Berliner Mauer", sagt Parsons. "Die Menschen schauen sich diese Ideologie an und merken, dass sie nicht funktioniert hat. Es darf keinen unregulierten Kapitalismus geben, man kann diesen Typen nicht sagen, tut, was ihr wollt, und hoffen, dass dabei viel Geld rauskommt."
Aber es ist zu spät. Er sagt, er habe noch nie so viele Leute aus seinem Umfeld gekannt, die entlassen worden seien, wie gerade jetzt. "Thatcher hatte Straßenaufstände bei drei Millionen Arbeitslosen; Gordon Brown oder David Cameron werden das auch erleben." Und jene, die Geld hätten, so wie er, die würden bald froh sein über die Wachleute vor ihren Häusern. "Wir haben einen Gurkha in unserem Viertel, einen früheren Elitesoldaten, vielleicht wird es hier bald wie in Südafrika."
Parsons stammt selbst aus der Arbeiterklasse, er kennt die Armut, und vielleicht sind seine Zukunftsvisionen deswegen so düster. Das Bild, das er zeichnet, ist das eines Landes, das in der Krise zurückkehrt zu einer schweren sozialen Spaltung, die in England immer schon viel tiefer reichte als in Kontinentaleuropa.
"Wir hatten in diesem Land stets zwei Nationen, die Besitzenden und die Nichtbesitzenden. Die einen leben wie römische Kaiser, und das werden sie auch weiterhin tun. Die anderen haben sich irgendwann daran gewöhnt, dass sie zweimal im Jahr in Urlaub fahren können. Damit wird es jetzt vorbei sein. Ich glaube, wir erleben bald wieder eine Gesellschaft, wie sie Charles Dickens beschrieb, nach Klassen scharf getrennt, nur für das 21. Jahrhundert."
Tony Parsons sagt, es säßen Leute im Gefängnis, die deutlich weniger Leid angerichtet hätten als die Chefs der Banken, die sich neulich im Fernsehen entschuldigten. Das sei ein sehr unbefriedigendes Schauspiel gewesen, sagt er, ohne echte Reue.
"Ich weiß ja, dass es nichts an den Tatsachen ändern würde, wenn wir ihre Köpfe vor der Nationalbank aufspießen. Aber wir sollten es trotzdem tun. Vielleicht würden wir uns nachher besser fühlen."